Werne und die Lippe waren im zweiten Weltkrieg Ziel von Bombardierungen. Nahe der Lippe vermutet die Stadt Werne bis zu vier Weltkriegsbomben. © Sylvia vom Hofe
Blindgänger an Lippebrücke

Werne: An vier Stellen nahe der Lippe könnten Weltkriegsbomben liegen

Am vergangenen Freitag wurde bei Sanierungsarbeiten an der Lippebrücke eine Weltkriegsbombe gefunden. Die Stadt Werne hat einen Verdacht, wo noch weitere Blindgänger liegen könnten.

Im zweiten Weltkrieg bombardierten die Alliierten das Ruhrgebiet. Beliebte Ziele waren vor allem die kritische Infrastruktur wie beispielsweise Flussübergänge. Auch Werne hat es getroffen.

Erst am Freitag, 8. Januar, wurde bei den Sanierungsarbeiten an der Lippebrücke ein Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Glücklicherweise war der explosive Fund schon seit langer Zeit unschädlich, denn die Bombe hatte keinen Zünder mehr.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass unter der Erde – vor allem in der Nähe der Lippe – noch weitere Bomben schlummern.

Stadt Werne geht von bis zu vier Verdachtsfällen aus

Der Stadt Werne liegen im Zusammenhang mit der Renaturierung der Lippe bis zu vier konkrete Verdachtsfälle vor, wo Weltkriegsbomben nahe des Flusses liegen könnten. „Bis zum Herbst dieses Jahres wird eine Untersuchung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg erfolgen“, sagt Petra Jäger von der Stadt Werne. Dann werde man Gewissheit haben, ob es sich wirklich um Bomben handelt. Die genauen Standorte wolle sie nicht nennen.

Nicht hinter jedem Verdacht steckt auch eine Bombe. Bei der Sanierung der Bahnlinie im vergangenen Jahr gab es einen Bombenverdacht, der sich nicht bestätigt hat. Nach Bohrungen und Grabungen stellte sich heraus, dass an der Stelle nur Müll lag, wie Petra Jäger erzählt.

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