Michael Peters will seine Silvesterwaren verkaufen, solange er noch einen Vorrat hat. © Jörg Heckenkamp
Alternatives Feuerwerk

Vorrat an Leuchtspur-Feuerwerk bei Ueter in Werne geht zu Ende

Der Verkauf von klassischem Feuerwerk ist 2020 wegen der Corona-Pandemie verboten. Das Geschäft Ueter in Werne bietet Alternativen aus der Schreckschusspistole - der Vorrat geht aber zu Ende.

Seit dem 16. Dezember verkauft Michael Peters vom Traditionsgeschäft Ueter in Werne seine Silvesterwaren. Dabei handelt es sich nicht um das klassische Feuerwerk, denn der Verkauf von diesem ist in diesem Jahr deutschlandweit verboten.

Leuchtspurmunition und -Raketen sowie Schreckschusspistolen, mit denen die Munition abgefeuert wird, dürfen aber weiterverkauft werden. Und diese gibt es bei Ueter während des Corona-Lockdowns per Lieferservice. Nach den Feiertagen hat der Verkauf laut Inhaber Michael Peters merklich angezogen.

„In den vergangenen Tagen ist es wesentlich mehr geworden. Es ist natürlich nicht auf dem Niveau, was wir in normalen Jahren hätten. Aber ich habe dieses Jahr auch nicht die Mengen eingekauft wie sonst“, sagt Peters.

Er wolle seine Silvesterwaren so lange verkaufen, wie er sie noch vorrätig hat. „Ich denke, am 31. Dezember werde ich nichts mehr verkaufen können“, blickt er auf seinen Bestand. Um diese bei Ueter einkaufen zu können, muss der Käufer mindestens 18 Jahre alt sein.

Eine Schreckschuss- oder Gaspistole sei in einem Preisbereich von 100 bis 250 Euro zu haben. Die Leuchtspurmunition wird üblicherweise in 10er oder 20er Einheiten verkauft. Hier ist mit einem Preis von etwa 4,50 Euro pro 10er-Einheit zu rechnen.

Nutzung nur auf privaten Grundstücken

Wer in der Öffentlichkeit eine Schreckschusspistole mit sich führen will, braucht einen kleinen Waffenschein. Die Pistole einfach so in der Öffentlich abzuschießen, sei allerdings auch mit dem Waffenschein nicht erlaubt, wie Peters erzählt. Man dürfe die Schreckschusswaffe nur im Notfall zur Verteidigung einsetzen.

„Die Leuchtschussmunition mit der Schreckschusspistole darf ich aber generell nur auf meinem privaten Grundstück abfeuern. Dafür ist kein Waffenschein nötig“, sagt Peters.

Sicherheit bei sachgerechter Nutzung

Generell sei der Abschuss von Leuchtspurmunition eine sehr sichere Sache – wenn man die Waffe sachgerecht bediene. Selbst wenn man eine Leuchtspurrakete falschherum in den Lauf stecke, könne nichts passieren. Die Rakete gehe aber natürlich kaputt, erklärt Peters. Er empfiehlt Erstnutzern folgende Tipps zu beachten:

  • Die Waffe muss über dem Kopf und in Richtung Himmel abgeschossen werden. Niemals waagerecht abdrücken!
  • Der Knall ist sehr laut. Watte im Ohr oder anderer Lärmschutz kann helfen. Wer Probleme mit dem Ohr hat, sollte lieber verzichten.

Unter den Nummern Tel. (02389) 2204 und der Tel. (0178) 9730386 nimmt Michael Peters noch Bestellungen für Leuchtspurfeuerwerk entgegen. Normales Feuerwerk gibt es bei Ueter nicht zu kaufen.

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