Das Schnelltestzentrum am Hagen in Werne bietet ab Mittwoch reduzierte Öffnungszeiten an. © (A) Michelle Kozdon
Schnelltestzentren in Werne

Trotz steigender Coronazahlen: Stadt reduziert Schnelltestzeiten am Hagen

Die Öffnungszeiten für das Schnelltestzentrum am Hagen werden ab Mittwoch (1. September) reduziert. Auch ein weiterer Schnelltest-Betreiber in Werne denkt über ein abgespecktes Angebot nach.

8025 Menschen haben sich in der letzten Maiwoche in Werne per Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen – es war nach unseren Erhebungen der Höchststand der Schnelltestungen in der Stadt. In der zurückliegenden Woche waren es mit 3301 Tests weit weniger als die Hälfte.

Seitdem die Schnelltestzahlen in Werne in der Woche vom 12. bis 18. Juli ihr bisheriges Tief von 3182 Tests erreicht hatten, sind die Zahlen mit Ausnahme der vergangenen Woche zwar wieder gestiegen – allerdings bisher nicht auf das Vorsommerniveau. Deshalb hat die Stadt Werne nun entschieden, ihre Testzeiten am Hagen zu reduzieren. Gleichzeitig hatte der Kreis Unna für Werne just am Montag erst eine zweistellige Zahl von Coronainfizierten an nur einem Tag gemeldet. Es ist das erste Mal seit Ende April.

„Wir passen die Öffnungszeiten unseres Corona-Testzentrums an den tatsächlichen aktuellen Gegebenheiten an“, teilt Dezernent Frank Gründken in einer Pressemitteilung der Stadt mit. Am Schnelltestzentrum am Hagen gelten damit ab Mittwoch (1. September) folgende Öffnungszeiten:

  • Montags und dienstags von 8 bis 13 Uhr
  • Mittwochs und donnerstags von 13 bis 18 Uhr
  • Freitags und samstags von 8 bis 17 Uhr
  • Sonntags von 9 bis 13 Uhr

Die Öffnungszeiten basierten auf einer Auswertung aller Nutzungszeiten des Zentrums in den vergangenen Monaten, heißt es. Am Hagen sind die Testzahlen über den Sommer deutlich zurückgegangen – wurden in der letzten Maiwoche noch 3649 Personen auf dem Solebad-Parkplatz auf das Coronavirus getestet, waren es vergangene Woche 895.

Beim Palliativdienst Constanze Jakubke kann man sich derzeit zu folgenden Zeiten auf das Coronavirus testen lassen:

  • Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und von 15 bis 18 Uhr
  • Freitag von 8 bis 12 und von 15 bis 19 Uhr
  • Samstag von 8 bis 18 Uhr
  • Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Bis Anfang Oktober würden diese auch erst einmal so weiterbehalten, heißt es von dort auf Anfrage.

Die Testzeiten am McDonalds an der Nordlippestraße 52 nahe der A1 sind bis auf Weiteres unverändert:

  • Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr
  • Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr

An der Möglichkeit, Schnelltests anzubieten, will die Akademie für Notfallmedizin in Hamm auch über den 11. Oktober hinaus festhalten, wenn die Schnelltests nicht mehr kostenfrei erhältlich sein werden, wie Akademieleiter Jan Leifkes gegenüber unserer Redaktion erklärt hatte.
Die Testzeiten am Feel Fit sehen derzeit wie folgt aus:

  • Montag bis Donnerstag von 8 bis 10 und von 17 bis 19 Uhr
  • Freitag von 8 bis 10 und von 16 bis 20 Uhr
  • Samstag 9 bis 12 und Sonntag von 10 bis 12 Uhr

„Wenn die Nachfrage nicht weiter steigt, dann bleibt es so, wie es ist“, sagt Frank Langer, Inhaber des Feel Fit. Vergangene Woche hatte Langer angekündigt, die Testzeiten am Morgen und am Abend erweitern zu wollen. Denn im Raum stand die Überlegung, dass sich mit Blick auf die ab Mitte Oktober nicht mehr kostenfreien Tests nun noch mehr Menschen testen lassen könnten. Doch das sei nicht eingetroffen, so Langer. Bei Bedarf könne man die Testzeiten aber anpassen.

Beim Dimel-Festsaal in Werne-Stockum werde derzeit überlegt, die Testzeiten am Donnerstag zu reduzieren, fest stehe das aber noch nicht, so Betreiber Jürgen Moldenhauer. Hier ist das Testzentrum wie folgt geöffnet:

  • Montag von 8 bis 13 Uhr
  • Dienstag von 13 bis 18 Uhr
  • Mittwoch 8 bis 13 Uhr
  • Donnerstag und Freitag 8 bis 18 Uhr
  • Samstag von 8 bis 13 Uhr
  • Sonntag 13 bis 18 Uhr

„Im Moment lassen wir es erst mal so mit den halben Tagen“, so Moldenhauer. Es könne schon einmal vorkommen, dass man Tests anstelle des Sonntagnachmittags am Vormittag anbiete, die verfügbaren Testzeiten sehen die Nutzer über die Seite dimelfestsaal.chayns.net. Die Menschen, die nun noch zum Testen kämen, seien vor allem die, die die Tests zur eigenen Sicherheit machten.

Dass nun nur noch PCR-Tests für die Politik neben den Impfungen gälten, kann Moldenhauer nicht verstehen. Ab dem 11. Oktober sind die kostenlosen Schnelltests Vergangenheit. „Ich hätte das zumindest noch über den Winter beibehalten, um noch mehr Kontrolle zu haben“, so Moldenhauer. Wie sonst wolle man das Infektionsgeschehen überblicken? Schließlich könnten auch Geimpfte das Coronavirus übertragen.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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