Neuausrichtung

Standort und Führungsstruktur: Änderungen beim Bauhof deuten sich an

Ein Bericht im Betriebsausschuss des Kommunalbetriebs Werne zeigt: Der Bauhof muss aufholen. Im Gespräch mit Mitarbeitern und Politikern genießt vor allem die Standortfrage hohe Priorität.
Ein Räumfahrzeug auf Schnee
Der Bauhof kümmert sich um viele Aufgaben in Werne. Jetzt steht seine Struktur auf dem Prüfstand. © Jörg Heckenkamp

Die Kommunalagentur NRW hat in den vergangenen Monaten viele Gespräche in Werne geführt. Ziel der Kommunikation in verschiedenen Workshops mit lokalen Politikern und Mitarbeitern des Bauhofs ist die zukünftige Neuausrichtung des städtischen Betriebs mit Sitz am Südring.

Dominik Pieniak, Mitarbeiter der Kommunalagentur, präsentierte jetzt im Betriebsausschuss des Kommunalbetriebs Werne, die Zwischenergebnisse und blickte auf notwendige Veränderungen. Denn sein Fazit lautet: „Der Bauhof ist nicht mehr ganz up to date, macht aber seine Aufgabe im Tagesgeschäft ganz ordentlich.“

Weitere Führungsebene soll entstehen

Andere Kommunen seien in diesem Bereich insgesamt weiter. Unter anderem sei es sinnvoll, die Führungsstruktur in Zukunft anzupassen. Derzeit ist Bauhofleiter Detlef Bruns als einzige Führungskraft für 40 Mitarbeiter verantwortlich, vergleichbare Bauhöfe verfügten über zwei bis vier Führungskräfte. Hier ist laut Dominik Pieniak ein Ergebnis der Gespräche, dass man eine weitere Führungsebene einrichten sollte.

Am Standort des Bauhofs gebe es zudem Sanierungsbedarf bei Sanitäranlagen und Umkleiden, Büroräume fehlen bislang. Auch der auf dem gleichen Gelände befindliche Wertstoffhof sorgt für Schwierigkeiten. Dominik Pieniak folgert aus den bisherigen Erkenntnissen: „Zwei Varianten sind denkbar. Für eine Sanierung am gleichen Standort sind erhebliche Investitionen notwendig. Alternative ist ein Neubau bzw. Bezug eines anderen geeigneten Objekts.“

Standortfrage ist entscheidend

Die Standortfrage müsse deshalb aus Sicht der Kommunalagentur mit erhöhter Priorität behandelt werden. Gerade durch den integrierten Wertstoffhof komme es zu mangelndem Kundenservice und einer Beeinträchtigung des Bauhofbetriebs. Unter anderem bestehe Unfallgefahr durch die schlechte Verkehrsführung und die Beschilderung vor Ort sei verwirrend. In Zukunft soll deswegen auf eine bessere Trennung vom Bauhof geachtet werden, neben einem anderen Standort nannte der Mitarbeiter der Kommunalagentur für den Wertstoffhof auch eine Privatisierung oder eine Bewirtschaftung in Zusammenarbeit mit einer anderen Kommune als Alternativen.

Zusätzlich zu der Standortfrage stehen auch höhere Qualitätsstandards auf dem Plan für die Zukunft, bestimmte Flächen sollen durch intensivere Pflege aufgewertet werden. Damit zusammenhängen Fragen der Personalbemessung.

Vor der Entscheidung über das weitere Vorgehen will die Stadt aber noch den letzten Teil der Workshops abwarten, der noch ansteht. Möglichst in der ersten Sitzung nach der Sommerpause soll Dominik Pieniak dann genauere Pläne für die Zukunft, am besten bereits mit einem Vorschlag für einen neuen Standort, vorstellen. „Wir wollen damit arbeiten und ich glaube, dass wir Unterstützung bei dem Projekt brauchen“, blickte Kämmerer Marco Schulze-Beckinghausen voraus.

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