Angehende Rentner können aufatmen - Beratung in Werne bleibt

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Barbara Börste von den Grünen begrüßt ausdrücklich, dass es künftig weiter eine eigene städtische Rentenberatung gibt.
Barbara Börste von den Grünen begrüßt ausdrücklich, dass es künftig weiter eine eigene städtische Rentenberatung gibt. © Felgenträger (A)
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Vor etlichen Jahre musste die Stadt Werne an allen Ecken und Enden sparen, um ihre finanzielle Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen. „Uns ist es dadurch gelungen, aus der Haushaltssicherung herauszukommen“, sagte Bürgermeister Lothar Christ am Mittwochabend im Kolpingsaal in der Sitzung des Stadtrates. Ein kleiner Sparbaustein damals: Es sollte Einsparungen bei freiwilligen Leistungen wie der kommunalen Rentenberatung geben.

„Eigentlich ist das ja eine Aufgabe der deutschen Rentenversicherung“, sagte SPD-Fraktions-Chef Lars Hübchen in der Debatte. Gleichwohl sei die eigene Beratung durch einen qualifizierten Mitarbeiter in Vollzeit „ein Aushängeschild für die Stadt Werne“, so Barbara Börste von den Grünen.

Doch dieser qualifizierte Mitarbeiter geht Mitte 2023 selbst in Rente. Da könne man endlich sparen, so die Verwaltung. Der Plan: die Planstelle und damit die Kosten (nahezu) halbieren und gemeinsam mit der Stadt Lünen ein abgespecktes Rentenberatungs-Angebot schaffen.

Doch davon wollte die große Mehrheit des Stadtrates am Mittwoch nichts mehr wissen. Vor dem Hintergrund vieler älterer Bürger in Werne „ist dieses freiwillige Angebot der Stadt sehr gut und wird auch sehr gut angenommen“, sagte Lars Hübchen. Mit großer Mehrheit beschloss der Rat die Beibehaltung der Stelle.