Die Preise im Solebad Werne steigen. Im Solebereich (Foto) stärker als im Familienbad. © Eva-Maria Spiller (A)
Meinung

Preiserhöhung im Solebad Werne – Geht doch nicht anders!

Die Gesellschafter-Versammlung stimmte am Donnerstag einer Preiserhöhung für das Solebad in Werne zu. Ebenso, wenn auch mit etwas Bauchschmerzen, die Politik. Aber es geht halt nicht anders. Ein Kommentar.

Beim Wort „Tarif-Anpassung“ schrillen bei uns Journalisten sofort die Alarmglocken. Meist wird mit diesem neutralen Begriff eine happige Preiserhöhung verbrämt. Ich habe noch nie erlebt, dass die angekündigte „Tarif-Anpassung“ eine Senkung der Preise zur Folge hat.

Entsprechend hellhörig war ich am Donnerstagabend im Bad-Ausschuss, als der Tagesordnungspunkt 5 aufgerufen wurde: „Wirtschaftsplan (…) inkl. Anpassung der Eintrittstarife“. Na, das wir wieder eine schöne Anpassung auf dem Rücken der Besucher sein, so mein Gedanke. Aber so schlimm war‘s dann doch nicht.

Eher im Gegenteil. Bei genauerer Betrachtung ging es mir wie der Mehrheit im Ausschuss. Schweren Herzens, aber ja…. Dass die Energiepreise stark angestiegen, ist jedem klar. In einer Freizeiteinrichtung wie einem Solebad schlägt das besonders zu Buche. Ebenso Tariferhöhungen beim Personal.

Was wäre die Alternative gewesen? Die Preise so zu lassen und das Defizit durch steigende Zuzahlungen aus der allgemeinen Stadtkasse ausgleichen. Aber dann würden meiner Meinung nach auch die Wernerinnen und Werner stark getroffen, die gar nicht ins Bad gehen. Sie müssen sowieso schon für einen Defizit-Ausgleich von in diesem Jahr rund 2,5 Millionen Euro geradestehen.

Ich meine, dann sollen auch die ihr Scherflein beitragen, die das Bad tatsächlich nutzen.

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Jörg Heckenkamp

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