Grabstätte

Kirchengemeinde will Friedhof in Werne deutlich verändern

Die Kirchengemeinde St. Christophorus sieht sich dazu veranlasst, den katholischen Friedhof am Südring und an der Horneburg umzuplanen. Das hat einen ganz simplen Grund.
Eine Frau auf einem Friedhof.
Auf dem Friedhof am Südring ist zu viel Platz. Deswegen will die Gemeinde St. Christophorus ihn umbauen. © Helga Felgenträger (Archiv)

Die Bestattungs- und Trauerkultur sowie die Bestattungspraxis befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Längst gibt es Alternativen zur klassischen Bestattung im Sarg mit entsprechend großer Grabstätte. „Diese Entwicklung macht auch vor dem katholischen Friedhof am Südring und der Horneburg nicht halt“, heißt es nun in einer Pressemitteilung der Kirchengemeinde St. Christophorus.

Der Kirchenvorstand der Gemeinde sieht sich dazu veranlasst, auf diesen Wandel zu reagieren. Und zwar so sehr, dass er ein bundesweit tätiges Fachbüro für Friedhofsplanung damit beauftragt hat, den Friedhof „zukunftssicher zu überplanen“. Der Grund: Es herrscht zu viel Leerstand.

Immer mehr freie Flächen auf dem Werner Friedhof

„Für jeden sichtbar mehren sich die Leerstellen zwischen den früher geschlossenen Grabfeldern. Waren Urnengräber früher auf einem katholischen Friedhof eher die Ausnahme, machen sie heute mehr als die Hälfte der Bestattungsform aus, mit steigender Tendenz“, so die Kirchengemeinde weiter.

Um dem absehbar veränderten Flächenbedarf Rechnung zu tragen, habe man besagtes Büro kontaktiert. Es habe bereits Begehungen vor Ort sowie Videokonferenzen gegeben. Erste Ergebnisse würden in den kommenden Wochen erwartet. Der Kirchenvorstand weist darauf hin, dass Planung und Umsetzung einen „größeren zeitlichen Rahmen sowie Interimslösungen“ erfordern und erklärt: „Die Stimmen von Hinterbliebenen und Besuchern werden gehört, die Dinge werden alle berücksichtigt, doch bittet die Kirchengemeinde um Verständnis, dass einiges nicht von heute auf Morgen zu realisieren ist.“

Die Kapelle am Friedhof in Werne. © Felix Püschner

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