Verkehr in Werne

Initiative Radverkehr wünscht sich Schienenanschluss für Güterverkehr in Werne

Die Initiative Radverkehr beschäftigt sich vor allem mit dem Radverkehr in Werne. Doch sie schlägt auch vor, dass im Mobilitätskonzept mehr Fokus auf den Schienenverkehr gelegt werden sollte.
Wenn es nach der Initiative Radverkehr geht, sollte es in Werne mehr Güterverkehr geben. © dpa (Symbolbild)

Am Mittwoch (8. Juni) berät der Werner Umwelt-Ausschuss über zehn Maßnahmen, die in das Mobilitätskonzept der Stadt aufgenommen werden und als Handlungsleitfaden für die weitere Entwicklung der Mobilität und des Verkehrsgeschehens in Werne dienen sollen.

Der Initiative Radverkehr sei aufgefallen, dass bei der Erstellung des Mobilitätskonzeptes zwar viel von Rad- und Fußverkehr, von ÖPNV und Autoverkehr die Rede wäre, aber eine Verkehrsart bislang kein Thema gewesen sei: Der rund um die Gewerbegebiete stark wachsende Lkw-Verkehr.

Mann mit Fahrrad
Holger Bergemann von der Initiative Radverkehr Werne. © Andrea Wellerdiek

Dabei eröffne der Planungsstart zum zweiten Gleis aktuell die Chance, in Werne nun auch den Schienen-Güterverkehr in den Blick zu nehmen und den Lkw-Verkehr somit perspektivisch zu reduzieren, schreibt Sprecher Holger Bergemann in einer Pressemitteilung.

Die Initiative Radverkehr habe deshalb vorgeschlagen, zu prüfen, ob in Werne ein Schienenanschluss für den Güterverkehr realisiert werden könne. Dies sollte als zusätzliche Maßnahme in den Maßnahmenkatalog einfließen. Im Kampf gegen die Klimakrise würde der Schienen-Güterverkehr große Bedeutung erlangen.

Es gibt auch Wünsche für den Radverkehr

„Im Handlungsfeld ÖPNV fehlt uns im Maßnahmenkatalog bislang die Aussage, wonach Werne sich mit Nachdruck dafür einsetzen wird, dass der Bahnhof künftig im Halbstundentakt mit Zugverbindungen bedient wird.“

Vor allem gehe es der Initiative aber um Maßnahmen rund um den Radverkehr in Werne. In dem Zusammenhang greife das Mobilitätskonzept nun endlich einige jener Ideen auf, die sie seit geraumer Zeit gegenüber der Stadt vorgetragen hätten. „So begrüßen wir sehr, dass für Werne jetzt endlich ein Radverkehrskonzept erarbeitet werden soll – fragen uns allerdings, warum dies nicht schon viel früher auf den Weg gebracht wurde.“

In einigen Punkten würden die vorgeschlagenen Maßnahmen noch nicht weit genug gehen. So schlägt die Initiative vor, die Einrichtung von Fahrradstraßen nicht länger nur zu prüfen (eine Maßnahme im Entwurf trägt den Titel „Prüfung zur Einrichtung von Fahrradstraßen“), sondern vielmehr direkt in die Planung und Umsetzung einzusteigen. Erste Fahrradstraßen könnten etwa an den Straßen Becklohhof, Selmer Straße und Brinkhof sowie am Konrad-Adenauer-Platz, Bült und Am Neutor eingerichtet werden.

Im Zusammenhang mit der Maßnahme „Sanierungsprogramm Radwege“ soll die aktuell vielfach sehr schadhafte Oberfläche der vorhandenen Rad- und Fußwege in den Blick genommen werden. Entscheidend wäre jedoch, den Bestand an Rad- und Fußwegen bei dieser Gelegenheit mit einer ausreichenden Breite zu versehen, damit auch zügig fahrende Pedelecs oder Lastenräder diese gefahrlos nutzen könnten. Von einer Verbreiterung sei im Maßnahmenkatalog bislang aber nicht die Rede.

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