Am Dienstag, 19. Januar, laufen die ersten Impfungen im St. Christophorus Krankenhaus in Werne an. © Anne Winkler
Corona-Impfungen

Impfstart im St. Christophorus Krankenhaus: Hohe Impfbereitschaft

Im St. Christophorus Krankenhaus in Werne erhalten die Mitarbeiter, die in engem Kontakt mit Corona-Patienten stehen, die ersten Impfungen. Mit der Impfbereitschaft sei man zufrieden.

Lange Zeit wussten die Verantwortlichen im St. Christophorus Krankenhaus in Werne nicht, wie viele Impfdosen sie bekommen und wann es mit den Impfungen losgehen kann. Jetzt herrscht Gewissheit. „Wir wissen jetzt alles. Wir haben zwei Impftage diese Woche”, erklärt Standortleiter Ludger Risse.

Die erste Impfrunde für das Krankenhauspersonal beginnt am Dienstag, 19. Januar. 102 Impfstoffdosen des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Unternehmens Pfizer stehen dafür zur Verfügung, wie Risse vorrechnet. 40 der Dosen werden noch am Dienstag verimpft, die restlichen 62 am Donnerstag, 21. Januar.

Seit vergangenem Jahr vorbereitet

„Seit der Zeit zwischen den Jahren sind wir vorbereitet. Wir haben im Konferenzraum eine Impfstraße aufgebaut. Denn es hieß erst, dass wir vielleicht schon am Jahresende 2020 hätten geimpft werden können, wenn es nach der Impfung der Seniorenheime noch möglich gewesen wäre“, sagt Risse.

Die ersten Impfdosen wurden aber in den Seniorenheimen gebraucht. Für das Krankenhauspersonal ist bis Ende 2020 erst einmal nichts übriggeblieben. Deshalb habe man die Impftstraße zwischenzeitlich zurückgebaut. Man könne sie aber innerhalb einer Stunde wieder aufbauen.

In der ersten Impfrunde werden nun die Mitarbeiter primär geimpft, die engen Kontakt mit Corona-Patienten haben. Das sind die Mitarbeiter der Intensiv- und Isolierstation, der Notaufnahme und der Geriatrie (Altersmedizin).

Impfung durch die eigenen Ärzte

„Wir können nicht alle Mitarbeiter an einem Tag impfen“, sagt Ludger Risse. In drei Wochen sollen alle Mitarbeiter der sensiblen Bereiche, also die engen Kontakt mit Corona-Patienten haben, geimpft sein. „Dafür haben wir eine Zusage. Wie es danach weitergeht, weiß ich noch nicht“, führt Risse fort.

Auch die Mitarbeiter, die nicht direkt beim Krankenhaus angestellt seien, sollen geimpft werden. „Wir haben die Service GmbH, die betrachten wir als unsere eigenen Mitarbeiter. Externe Dienstleister sind zum Beispiel die Radiologie, auch die werden mitgeimpft“, erklärt der Krankenhausleiter.

Die Impfung wird von den hauseigenen Ärzten durchgeführt. Unterstützung erhalten sie vom betriebsmedizinischen Dienst.

Sehr zufrieden mit der Impfbereitschaft

Laut Aussage von Ludger Risse wollen sich über 90 Prozent des medizinischen Personals, also Ärzte und Pfleger, mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer impfen lassen. „Mit der Anzahl sind wir sehr zufrieden. Das hat viel damit zu tun, dass wir laufend über den Impfstoff informieren“, resümiert er.

Man habe seriöse Informationsadressen an die Mitarbeiter weitergegeben, etwa von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts. Außerdem habe man unter den Mitarbeitern vier Ärzte benannt, die als Ansprechpartner dienen und bei denen sich die übrigen Mitarbeiter über die Impfung informieren können.

Je näher der Impftermin rücke, desto weiter sei die Impfbereitschaft gestiegen. „Die, die ein bisschen gezweifelt haben, sagen jetzt auch, dass sie sich impfen lassen werden“, sagt Ludger Risse.

So läuft es der Impftermin ab

Für die Impfungen wurde die Impfstraße im Konferenzraum des Krankenhauses gebaut. Um 11 Uhr am Dienstag, 19. Januar, geht es los.

Es gibt einen Empfang. Dort werden die Papiere und der Anamnesebogen kontrolliert. Es erfolgt eine Registrierung in einer eigens dafür vorgesehenen Datenbank. Dann ist es soweit: Der Impfstoff wird verabreicht. Noch kurz warten, falls es (allergische) Reaktionen gibt. Dann ist es vorbei.

Mit einem kleinen Piks ist für die Krankenhausmitarbeiter der erste Schritt getan zum Schutz gegen das Coronavirus.

Über den Autor
Lesen Sie jetzt