Bedrohungslage

Großer Polizeieinsatz am Holtkamp: Mann bedrohte Bewohner mit Messer

Weil ein Mann Bewohner eines Mehrfamilienhauses mit einem Messer bedrohte, rückten am Mittwoch (3. März) Spezialeinsatzkräfte der Polizei zum Holtkamp in Werne aus. Die Ermittlungen laufen.
Die Polizei rückte am Mittwoch in die Straße Holtkamp in Werne aus. © Jörg Heckenkamp

Update (20.25 Uhr):

Auf Anfrage unserer Redaktion hat die Polizei nun bestätigt, dass es sich bei besagtem Mehrfamilienhaus um das Hochhaus handelt, in dem zurzeit mehr als 50 Personen unter Quarantäne stehen. Laut Auskunft von Polizeisprecher Christian Stein ist der Hinweis auf den Tatverdächtigen von einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes gekommen, der seit mehreren Tagen vor Ort im Einsatz ist.

Ob es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Bewohner handelt oder um eine Person, die sich unerlaubterweise Zugang zum Wohnhaus verschafft hat, sei noch nicht klar. Ebenfalls ließe sich noch nicht sagen, inwiefern der Vorfall in Zusammenhang mit der angeordneten Quarantäne steht, so Stein weiter.

Ursprungsmeldung:

Zu einem größeren Polizeieinsatz ist es am Mittwochnachmittag (3. März) rund um das Mehrfamilienhaus am Holtkamp gekommen, in dem sich derzeit mehr als 50 Bewohner in Quarantäne befinden. Das erklärte die Kreispolizeibehörde in Unna am Abend in einer kurzen Pressemitteilung. Darin heißt es, ein Zeuge habe beobachtet, dass „ein Mann mehrere Bewohner des Hauses mit einem Messer bedrohte und sich dann in eine andere Wohnung zurückzog“. Hinweise auf mögliche verletzte Personen habe der Zeuge zu diesem Zeitpunkt nicht geben können.

Die Polizei war daraufhin „mit zahlreichen eigenen Einsatzmitteln und hinzugezogenen Spezialeinsatzkräfte am Einsatzort. Es konnte zu dem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere Personen in der Wohnung des bewaffneten Mannes befinden“, heißt es in der Mitteilung. Der Tatverdächtige sei von den Spezialeinsatzkräften in der Wohnung überwältigt und vorläufig festgenommen worden. Niemand sei verletzt worden.

Zur weiteren Abklärung des Sachverhaltes und zur eindeutigen Identifizierung des Mannes werde ein Dolmetscher hinzugezogen. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. „Für die Werner Bürgerinnen und Bürger bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr“, so die Polizei weiter.

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