Café Future in Werne

Fahrradwege und grüne Schulen: „Café Future“ fordert mehr Klimaschutz

Das Cafe Future von der Klimainitiative „Natürlich! Werne“ und der Familienbildungsstätte stellte Bürgern die Frage: Was ist für die Zukunft wirklich wichtig? Die Ideen sind vielfältig.
Beim Café Future diskutierten die Teilnehmer einmal mehr über das Thema Klimaschutz.
Beim Café Future diskutierten die Teilnehmer einmal mehr über das Thema Klimaschutz. © Sylva Witzig (Archiv)

Die Wünsche der Bürger drehten sich vor allem um mehr Lebensqualität, die Gemeinschaft, besseren Umgang mit der Natur und den Umstieg aufs Fahrrad. Viele wünschen sich, dass es mehr Orte gibt für Jung und Alt gibt. Für Viele ist der Mobilitätswandel mit gut ausgebauten Radwegen wichtig. Zudem wird die Abschaffung von Zweitwagen vorgeschlagen. Dies solle dann durch Car-Sharing ermöglicht werden. Der größte Wunsch sei jedoch der Bau des 2. Gleises zwischen Dortmund und Münster, damit der Zug öfter fahren könne.

Die Leiterin der Familienbildungsstätte, Monika Wesberg, war als Gastgeberin der Ideenwerkstatt im Café Future dabei. Sie möchte Werne familienfreundlicher gestalten. Mehr Raum für Freizeitangebote, vor allem für Teenager, sei wichtig. Mit neuen Treffpunkten könnte „in Werne gleichzeitig ein guter Ausgleich zwischen Arbeit und Erholung entstehen, die perfekte Basis für eine gelungene WorkLife-Balance“, sagt Wesberg.

Jung und Alt in Werne für mehr Klimaschutz

Bezüglich Ernährung wünscht sie sich mehr Bio- oder Unverpackt-Läden mit regionalen Produkten. Ganz nach dem Motto „Denken wir einmal kleiner und regionaler“. Einige Schüler könnten sich dafür eine weitere Naturschutzwiese in Werne vorstellen und einen Spielplatz auf der großen Wiese des Solebads.

Danilo ist Teilnehmer des Café Future und erst elf Jahre alt. Regelmäßig sammelt er in seiner Freizeit Müll. Er wünscht sich, dass Grünflächen und Wälder mehr gefördert werden und sauber bleiben. Aber nicht nur die jüngere Generation fordert mehr Naturschutz. Viele Teilnehmer des Café Future wünschen sich bis 2030 einen „Naturpark Lippeaue“ mit einem Floß über die Lippe, einem grünen Klassenzimmer und einem Naturlehrpfad.

Schulen müssen nachhaltiger gestaltet werden

Digitale Themen standen auch zur Diskussion beim Café Future. Sie fordern, die digitale Zukunft mit einem 5G Netz mit einer nachhaltigen Bodennutzung zu kombinieren. Das Anne-Frank Gymnasium hatte dafür ganz konkrete Wünsche. Für den Ausbau einer nachhaltigen Schule wünscht sich die Leiterin der AG Klimaschutz, Heike Hengelbrock, ein begrüntes Dach mit Solaranlage und einen Zaun fürs Bienenvolk.

Die vielfältigen Ideen kamen von Schülern, Studenten, Vertretern aus Einzelhandel und Kirche, Nachbarn und Lehrer. Merle Berger, die bei der Jugendhilfe interaktive Umweltschutz-Projekte mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien betreut, hat die Gespräche des Abends auf den Punkt gebracht. Familien, Kinder und die Klimakrise brauchen eine größere Lobby in der Stadt. Ihr Wunsch: „Wir wollen nicht nur gefragt, sondern auch gehört werden“.

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