Brettspiel am Bildschirm: Wegen der aktuellen Corona-Infektionslage musste der Vorentscheid online stattfinden. Thomas Tenbieg erreichte mit seinem Team den sechsten Platz. © Svenja Tenbieg
Ungewöhnlicher Wettbewerb

Deutsche Brettspielmeisterschaft: Werner Team scheitert knapp in Vorrunde

Zwei Teams der Lippe-Siedler aus Werne und Umgebung haben am Samstag an der Online-Vorrunde zur deutschen Brettspielmeisterschaft teilgenommen. Ein Team scheiterte knapp am Weiterkommen.

Am Samstag, 27. Februar, nahmen gleich zwei Mannschaften der Lippe-Siedler aus Werne und Umgebung an der Vorrunde zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel (DMMIB) teil. Aufgrund der allgemeinen Lage fand der Wettbewerb ausschließlich online statt, was für die Brettspieler aus Werne eine spannende Herausforderung bedeutete.

Die erste Mannschaft der Lippe-Siedler hatte im vergangenen Jahr erstmalig an dem Wettbewerb teilgenommen und als elfter von 16 Teilnehmern ein durchschnittliches Ergebnis eingefahren. In diesem Jahr konnten Klaus Niemann, Marcus Gäßner, Mathias Grundwald und Thomas Tenbieg ihre Leistung steigern. Nach vier Spielen aus verschiedenen Kategorien standen die vier Spieler auf dem sechsten Rang von vierzehn teilnehmenden Mannschaften. Für das Team bedeutet das aber das Aus, denn nur die ersten drei Mannschaften kommen weiter.

Zufrieden mit dem Ergebnis – echtes Miteinander fehlt trotzdem

Gespielt wurde jedes der vier Spiele (Doppelt so clever, Puerto Rico, Skull King und Hadara) an Vierer-Tischen, wobei es für die Endplatzierung eines Spielers Punkte gibt. Insbesondere Klaus Niemann hatte einen starken Tag erwischt. Nach einem dritten und einem zweiten Platz zum Turnierstart konnte er in Skull King und Hadara seine Spiele gewinnen und beendete das Turnier als Siebter in der Einzelwertung (bei 56 Spielerinnen und Spielern). Mathias Grundwald und Thomas Tenbieg steuerten mit souveränen Leistungen in ihren Spielen fünf zweite und drei dritte Plätze bei. Nur Marcus Gäßner erwischte einen Fehlstart mit zwei vierten Plätzen, konnte dann aber mit einem zweiten Platz und einem Sieg seinen Beitrag zum guten Mannschaftsergebnis leisten.

„Wir hatten uns einen einstelligen Platz vorgenommen, dieses Ziel haben wir erreicht“, zieht Klaus Niemann als Mannschaftskapitän zufrieden Fazit. „Aber wir freuen uns darauf, im nächsten Jahr hoffentlich wieder an einem echten Spieltisch zu sitzen. Das Miteinander am Spieltisch fehlt trotz vieler technischer Möglichkeiten sehr“, ergänzt Mathias Grunwald nach insgesamt gut sechs Stunden Online-Brettspielen.

Zweite Mannschaft belegt einen der hinteren Plätze

Die zweite Mannschaft der Lippe-Siedler mit Silvia und Oliver Kunst, Marc Lohoff und Frank Wolters nahm das erste Mal teil und belegten den vierzehnten Platz. Teilweise sehr unglücklich mussten die Spieler einige Niederlagen hinnehmen, doch letztlich stand der Spaß im Vordergrund. Besonders erwähnenswert ist der Sieg von Oliver Kunst im Strategiespiel „Puerto Rico“, der auch ein Ergebnis der guten Vorbereitung ist. „Wir haben uns nach Möglichkeit ein- bis zweimal die Woche online getroffen, um die Spiele zu üben“, erzählt Oliver Kunst. „Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei.“

Die Lippe-Siedler sind aus der Teilnehmerschaft des Spielcafés der Familienbildungsstätte Werne hervorgegangen. Wer dort auch mal mitspielen möchte, muss sich momentan noch etwas gedulden. Die nächsten Termine werden von der Familienbildungsstätte bekannt gegeben und sind auch unter www.werne-spielt.de zu finden.

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