Ausrangierte Trikots - darunter vom BVB - für Nigeria: Toni Tuklan (l.) aus Werne hat für die Spendenaktion „Glücklich geht einfach“ nun grünes Licht von dem „Minister“ der Region Delta State, Dr. Ifeanyi Arthur Okowa, in Nigeria bekommen. © Toni Tuklan

Container voller Spenden: Bald trägt Aktion von zwei Wernern Früchte

Bald werden Trikots, die der BVB nicht mehr benötigt, in Nigeria getragen. Die Spendenaktion der Werner Dietmar Wurst und Toni Tuklan hat eine riesige Resonanz erfahren. Bald wird die Spende übergeben.

Oft liegen Trikots, T-Shirts oder weitere Sportartikel bei Vereinen nur im Schrank herum. Sie verstauben, kommen gar nicht zum Einsatz. Genau solche ausrangierten Teile haben die Werner Dietmar Wurst und Toni Tuklan für ihre Aktion „Glücklich geht einfach“ gesucht und gefunden. Und wie. Etwa allein 7000 bis 10.000 Trikots sind nach dem Start der Aktion im Sommer 2020 zusammen gekommen.

Schon bald sollen sie für strahlende Kinderaugen in Afrika sorgen. Zunächst nach Nigeria sollen Trikots, Hosen, Bälle und Co. geschickt werden. Einen weiteren wichtigen Schritt in der Planung sind die beiden Initiatoren nun gekommen.

Dafür war Toni Tuklan jetzt in seiner Heimat Nigeria, um mit dem „Executive Governor of Delta State“ zu verhandeln.

Das ist quasi wie NRWs Armin Laschet der der Minister einer bestimmten Region in Nigeria, erklärt Dietmar Wurst mit einem Schmunzeln. Und es gab eine positive Rückmeldung für die Pläne der beiden Werner. Somit können die vielen gespendeten Artikel im Zuge von Schulfesten und Dorfmeisterschaften an benachteiligte Kinder und Jugendliche verteilt werden. Das alles ist für September geplant.

Spenden kommen später in Nigeria an

Toni Tuklan wird dann wieder vor Ort sein, Dietmar Wurst fliegt nach eigenen Angaben mit, wenn er bis dahin gegen das Coronavirus geimpft wurde. „Ich möchte die Früchte unserer Arbeit gern selbst sehen“, sagt Wurst. Etwas früher sollen aber die Spenden in dem afrikanischen Land ankommen. Für Juni ist die Verschiffung von Dortmund aus über Antwerpen nach Lagos geplant.

Es kam noch einmal zu einer Verzögerung aufgrund von Formalitäten, die noch zu erledigen waren, erzählt Dietmar Wurst. Einen 20-Fuß-Seecontainer – also die Größe einer Garage – möchten die Werner mit den unzähligen Spenden füllen. All das, was nicht mehr hineinpasst, möchten Toni Tuklan und Dietmar Wurst selbst nach Nigeria mitbringen.

„Glücklich geht einfach“ bleibt keine einmalige Aktion

Und es soll nicht bei einer einmaligen Aktion bleiben, wie Dietmar Wurst verrät. „Wir können uns beide sehr gut vorstellen, dass wir das Ganze weitermachen. Es ist keine einmalige Aktion. Sie hat ja ein sehr großes Potenzial“, sagt der Vorsitzende des SuS Rünthe 08. Nun aber ist zunächst sichergestellt, dass die erste große Spendenladung per Schiff nach Afrika kommt. Die Transportkosten – sie schlagen allein mit 4000 Euro zu Buche – wurden komplett durch Spenden finanziert, erklärt Wurst.

Noch mehr Geld soll für den guten Zweck fließen. In Hannover ist ein Charity-Lauf zugunsten von „Glücklich geht einfach“ geplant. Weil die Veranstaltung, die für Juni anvisiert ist, virtuell stattfindet, kann man von überall daran teilnehmen. Weitere Spendengelder möchten die Initiatoren dafür nutzen, um die Spenden-Events in Nigeria zu gestalten.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sich bei Dietmar Wurst melden unter Tel. (0177) 5860081 oder per E-Mail an [email protected]. Spenden für den Transport sind möglich auf das Konto des SuS Rünthe: IBAN: DE54 4105 1845 0004 0125 71, Sparkasse Bergkamen-Bönen, Betreff: „Glücklich geht einfach“

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek