Pfarrdechant Jürgen Schäfer freut sich, dass auch der Gottesdienstraum Stück für Stück weiter Form annimmt. Der Altar ist bereits aufgebaut worden. Bis zu Eröffnung wird es allerdings doch noch länger dauern, als zunächst angenommen. © Eva-Maria Spiller
Kirchen in Werne

Altar steht schon: Kapelle an St. Konrad wird dennoch später eröffnet

Rund um die einstige St.-Konrad-Kirche tut sich was: Die Zentralrendantur wird bald eingeweiht. In der Kapelle im Glockenturm steht der Altar bereits. Doch die Eröffnung verzögert sich erneut.

Büros statt Kirche: Die katholische Kirche St. Konrad in Werne ist seit November 2018 verschwunden. Nach dem Abriss des Kirchenschiffs entsteht auf der Fläche die Zentralrendantur, also die Finanzverwaltung für die Dekanate Hamm-Nord, Lüdinghausen und Werne.

Und die wird schon bald eingeweiht, wie Pfarrdechant Jürgen Schäfer erklärt. Demnach soll es am 9. Oktober eine kleine Einweihung mit den Angestellten geben. Vor gut zwei Wochen hätten die Mitarbeiter bereits ihre neuen Büros in dem zweigeschossen Gebäude bezogen, wie Schäfer erzählt. In dem insgesamt rund 1,7 Millionen Euro teuren Neubau sind 18 Büroräume entstanden.

Altar im Gemeinderaum St. Konrad in Werne steht bereits

Und nebenan sind die Arbeiten ebenso weit fortgeschritten. Im Glockenturm – es ist der einzige Teil der von St. Konrad stehen geblieben ist – entsteht ein neuer Gemeinderaum. Und dort steht seit Dienstag (29. September) bereits der Altar.

Die Kapelle wird jedoch erst später als zunächst geplant eröffnet. Eigentlich war ein großes Festwochenende ab dem 6. November angedacht. Doch der Einweihungsgottesdienst wird erneut verschoben, wie Schäfer sagt. Denn es gab bei der Estrich-Verlegung eine Verzögerung, wie der Pfarrdechant erzählt. Demnach musste der Estrich aufgrund der Druckbelastung umgestellt werden.

Rechts ist auf der Fläche des alten Kirchenschiffs von St. Konrad das Bürogebäude entstanden. Links im Glockenturm laufen die letzten Arbeiten für den Gottesdienstraum.
Rechts ist auf der Fläche des alten Kirchenschiffs von St. Konrad das Bürogebäude entstanden. Links im Glockenturm laufen die letzten Arbeiten für den Gottesdienstraum. Beide Elemente werden durch einen mit großen Fenstern versehenen Flur Eingangsbereich verbunden. © Eva-Maria Spiller © Eva-Maria Spiller

Eröffnung verzögert sich erneut

Ab Montag (5. Oktober) sollen die Arbeiten an dem Gemeinderaum fortgesetzt werden. Dann soll die Kapelle eingerüstet werden, um die abgehängte Decke und die Beleuchtung zu installieren. Daraufhin werden die Handwerker die Wände verputzen und streichen. Anfang November sollen dann die Fliesen verlegt werden, erklärt Schäfer.

Für diesen Zeitraum war eigentlich bereits die Eröffnung der Kapelle im Glockenturm geplant. Doch nun verschiebt sich dieser Termin erneut nach hinten. Bereits im Juli hatte Schäfer erklärt, dass es aufgrund der Corona-Krise und der damit teils verbundenen Kurzarbeit der Gewerke zu Verzögerungen kommt. Ursprünglich war die Eröffnung der Zentralrendantur bereits am 15. August geplant. Nun sind es knapp zwei Monate später.

Festwoche soll Anfang Dezember stattfinden

Und die Gemeinde muss ebenso länger auf ihre Kapelle warten. Spätestens Anfang Dezember soll es dann so weit sein, wie Schäfer sagt. Neben dem Eröffnungsgottesdienst soll es eine Festwoche mit verschiedenen Gruppierungen geben, so Schäfer.

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Büros statt Kirche: So sieht es an der Zentralrendantur und der Kapelle St. Konrad in Werne aus

Einen Termin mit allen Beteiligten könne man derzeit nicht umsetzen. „Eine kleine Kapelle ist corona-bedingt nicht der Hammer“, sagt Schäfer dazu. Wie und wann genau die Festwoche stattfindet, werde man nun mit den Verantwortlichen der Gemeinde St. Konrad klären. Klar ist: Weihnachten kann in der neuen Kapelle St. Konrad gefeiert werden.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek
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