In einem Pflichtspiel werden Yannick Lachowicz und Patrick Sobbe nicht so schnell wieder auf den Platz zurückkehren. © Matthias Kerk
Fußball

Was die Annullierung der Saison für die heimischen Teams bedeutet

Nun ist es offiziell: Die Fußballsaison 2020/2021 wird annulliert. Während einige heimische Teams erleichtert sein werden, hätten andere wohl gerne weitergespielt, um die Ziele zu erreichen.

Es ist für die meisten Spieler und Verantwortlichen wenig überraschend: Nach fast sechs Monaten Unterbrechung wird der FLVW die Saison annullieren. Es wird weder Auf-, noch Absteiger geben, die bisher absolvierten Spiele werden nicht gewertet.

In großen Teilen überwiegt bei den heimischen Vereinen die Erleichterung über die Saison – auch, wenn ein möglicher Aufstieg nicht mehr erreicht werden kann, wollten die meisten Spieler und Verantwortlichen zuletzt einfach nur noch Klarheit, wie es weitergeht.

Wir geben einen Überblick, wie viel für die einzelnen Mannschaften in dieser Saison noch drin gewesen wäre.

Werner SC: Der Werner SC hat in der annullierten Saison sechs Partien absolviert. Und dabei machte der heimische Landesligist ein gutes Bild – kein einziges Spiel war verloren gegangen. Wäre die Saison fortgesetzt worden, hätte der Werner SC wohl alle Chancen auf den Aufstieg gehabt und oben mitgespielt.SV Herbern: Ähnlich wie beim Ligakonkurrenten WSC gestaltet es sich auch beim SV Herbern. Nur eine einzige Partie ging bislang verloren, die Mannschaft gab stets ein gutes Bild ab und wusste mit Leistung zu überzeugen. Auf Platz drei direkt hinter dem Werner SC hätte auch der SVH noch alle Chancen auf den Aufstieg gehabt. Wenn die beiden heimischen Landesligisten weiterarbeiten, werden sie wohl auch in der kommenden Saison oben mitspielen können und um den Aufstieg in die Westfalenliga kämpfen.Eintracht Werne: Der ambitionierte A-Ligist dürfte nicht ganz so traurig sein, dass die Saison annulliert wird. Auch in diesem Jahr hieß das Ziel wieder Aufstieg. Aber mit zwei Unentschieden und einer Niederlage in den ersten fünf Spielen war die Ausgangslage nicht gut. Sicherlich wäre ein Aufstieg noch möglich gewesen, doch die Form der Konkurrenz vom VfL Kamen und VfL Mark schien deutlich konstanter zu sein.

SV Stockum: Die Saison-Annullierung stoppt den SV Stockum in einem deutlichen Leistungshoch. In dieser Spielzeit ging es für den sonst so gebeutelten A-Ligisten deutlich bergauf. Allerdings: Für die Stockumer wäre wahrscheinlich weder ein Auf-, noch ein Abstieg möglich gewesen, sodass die Annullierung nicht ganz so ärgerlich ist.SV Herbern II: Der SV Herbern II absolvierte zu Beginn der nun annullierten Saison einige starke Partien. Dennoch fand sich die Mannschaft zum Zeitpunkt der Unterbrechung im Mittelfeld der Liga wieder. Die Annullierung tut der Mannschaft also nicht sonderlich weh.

Ibrahim Saadouni und Eintracht Werne werden erst einmal nicht mehr auf dem Platz stehen.
Ibrahim Saadouni und Eintracht Werne werden erst einmal nicht mehr auf dem Platz stehen. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Werner SC II: Die Zweite des WSC dürfte eine der Mannschaften sein, die sich etwas mehr über einen Saisonabbruch ärgern. Zwar stand die Mannschaft zum Zeitpunkt der Unterbrechung auf einem Mittelfeldplatz, hatte allerdings auch vier Spiele weniger als der Tabellenführer. Allein schon aufgrund der Qualität in der Mannschaft wäre ein Aufstieg absolut möglich gewesen – das ist er allerdings auch in der kommenden Saison noch.

SV Herbern III: Der SV Herbern III hat von allen heimischen Teams wohl die meisten Aufstiegschancen verloren. Die Mannschaft stand in der Kreisliga C auf dem ersten Platz, hatte bislang alle Spiele gewonnen. Die Möglichkeiten auf den Aufstieg waren riesig. Aber auch der SV Herbern III dürfte in der kommenden Saison mit einem ähnlichen Kader wieder gute Chancen haben.

SV Herbern Damen: Erst vor der Saison waren die Damen des SV Herbern freiwillig aus der Landesliga zurück in die Bezirksliga gegangen. Dort stehen sie zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung auf Platz fünf. Die Chancen auf den Wiederaufstieg sind noch in Takt – allerdings sind die Teams an der Tabellenspitze im starker Form und schwer zu schlagen.

Werner SC Damen: Zur Form der WSC Damen lässt sich aktuell wenig sagen – die Wernerinnen haben erst drei Spiele absolviert.

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening
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