Marc Schwerbrock und der Werner SC II haben durchaus noch Aufstiegschancen. © Johanna Wiening
Fußball

Trotz Aufstiegschance: Der WSC II hält die Annullierung der Saison für richtig

Der Werner SC II ist eine der heimischen Mannschaften, die von einer Saisonfortsetzung hätten profitieren können. Dennoch kümmern sie sich aktuell lieber um andere Dinge.

Mittlerweile liegt der Ball auch beim Werner SC schon lange still. Nach sechs Monaten Pause hat der Fußball- und Leichtathletikverband (FLVW) am Montag die Saison annulliert. Beim Werner SC gab es aber eine Mannschaft, die von einer Fortsetzung profitiert hätte.

Das ist die zweite Mannschaft des Vereins. In der Kreisliga B3 Münster stand das Team von Spielertrainer Marc Schwerbrock bis zur Annullierung zwar auf dem siebten Platz, hatte aber satte vier Partien weniger auf dem Konto als der Tabellenführer VfL Senden II. Die Chancen, in die A-Liga aufzusteigen, waren also noch absolut intakt und angesichts der Qualitäten der Mannschaft nicht unbedingt gering.

„Ich denke, die Annullierung ist richtig“

Doch trotz der Aufstiegschancen hat Marc Schwerbrock eine klare Meinung zur Annullierung. „Ich denke, die Annullierung ist richtig“, sagt er. „Da hätte alles sehr kompakt gestaltet werden müssen – ich glaube, da hätte man keinen fairen Wettbewerb hingekriegt.“

Der Werner Spielertrainer hätte bei einer Saisonfortsetzung viele unterschiedliche Probleme gesehen. „Wir hatten zum Beispiel noch so viele Spiele weniger. Das muss man erstmal unter einen Hut kriegen“, sagt Schwerbrock. „Außerdem gibt es in den verschiedenen Städten unterschiedliche Bedingungen und Inzidenzzahlen, was den Trainingsbetrieb manchmal schwerer macht.“

„Jetzt kann man erst vernünftig planen“

Eine Annullierung der Saison ist für Marc Schwerbrock auch wichtig bezüglich der Planungen. „Man hat jetzt endlich Klarheit, ich denke, das hilft allen“, sagt er. „So kann man jetzt vernünftig planen. Wenn man doch noch aufgestiegen wäre, hätte man doch anders organisieren und zum Beispiel vielleicht noch Neuzugänge holen müssen.“

Statt mit der Saison würde Schwerbrock nun gerne wenigstens wieder mit dem Training starten. „Wenn man das wieder anfangen würde, könnte man eine vernünftige Nachverfolgung gewährleisten und testen, ob das funktionieren kann. Das würde mir persönlich schon reichen“, sagt er.

Bei einem Trainingsstart gäbe es aber nicht nur wegen des Fußballs Grund zur Freude. „Bei uns gab es in letzter Zeit in der WhatsApp-Gruppe viele Babynews. Da wurde die Zeit optimal genutzt“, sagt er und lacht. „Da muss der eine oder andere beim Training eine Kiste Bier stellen. Und auch die Minikicker des Werner SC in sechs Jahren sind jetzt schon fast gerettet.“

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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening
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