Marvin Böhme (r.) und der SV Stockum mussten gegen den VfK Weddinghofen eine empfindliche Niederlage hinnehmen. © Teimann
Fußball

SV Stockum denkt über Protest nach Weddinghofen-Spiel nach: „Haben nicht deshalb verloren“

Schon vor der 1:3-Niederlage gegen den VfK Weddinghofen gab es für den SV Stockum ein Ärgernis. Nun will der Verein vielleicht Protest einlegen - auch wenn es für die Pleite andere Gründe gibt.

Für Marvin Böhme, Spielertrainer des SV Stockum, war das Spiel gegen den VfK Weddinghofen ein wichtiges. „Wenn wir da gewinnen, haben drei Teams fünf Punkte. Dann ist alles drin“, rechnete der Coach schon vor dem Spiel vor. Dazu kam es aber nicht.

Denn auch gegen den VfK musste der SV Stockum eine Niederlage einstecken. Zwar ist definitiv nicht alles verloren – die Köpfe hängen beim A-Ligisten aktuell aber tief. „Das war eine ganz bittere Niederlage, gerade weil wir wirklich die Möglichkeit gehabt hätten, zu gewinnen“, resümiert Marvin Böhme auch Tage später noch.

Spieler mussten untereinander Schuhe tauschen

Ein Hindernis ergab sich für die Stockumer schon vor Anpfiff. „Unser Spiel war eigentlich auf Rasen angesetzt. Dann mussten wir aber doch auf Kunstrasen ran“, berichtet der Coach. Stockums Sportlicher Leiter Oliver Gutsche hatte schon am Spieltag seinem Ärger Luft gemacht: „Das geht gar nicht. Unsere Spieler mussten so teils untereinander die Schuhe wechseln. Ein Akteur kann gar nicht spielen. Das habe ich dem Schiedsrichter gesagt. Wir spielen nur unter Protest.“

Auch nach der Partie ist ein Protest noch nicht vom Tisch. „Wir haben uns noch nicht entschieden. Es kann sein, dass wir da nochmal aktiv werden. Das wird sich jetzt entscheiden“, berichtet der Coach.

Aber Marvin Böhme legt Wert darauf: „Wir haben am Ende nicht deshalb verloren.“ Viel mehr habe die Leistung seiner personell gebeutelten Mannschaft am Ende nicht gereicht. „Das war aber definitiv nicht die Schuld der Spieler aus der Zweiten. Wir waren dankbar für deren Hilfe, die haben zum Teil besser gespielt als unsere Jungs“, so der Coach.

Weddinghofen schießt nur drei Mal aufs Tor

Die Chance auf den Sieg habe seine Mannschaft aber durchaus gehabt, ist sich Marvin Böhme sicher. „Im Endeffekt hat Weddinghofen nur drei Mal aufs Tor geschossen. Wir haben wieder aus unseren Möglichkeiten nichts gemacht. Wenn man alleine aufs Tor zuläuft, muss man diese Chancen natürlich nutzen“, sagt der Trainer.

Nun gilt es für den SV Stockum, sich bis zur Winterpause durchzukämpfen. „Wir wollen dann Spieler holen, die uns weiterhelfen können. Gerade ist es schwierig, den Optimismus zu behalten. Aber wir kämpfen uns da zusammen durch“, sagt Marvin Böhme.

Am kommenden Wochenende geht es für die Stockumer zu Hause gegen den BV Hamm. Und auch für die Partie hat Marvin Böhme die Hoffnung nicht aufgegeben: „Natürlich wird es nicht einfach. Aber manchmal sind es die aussichtslosen Spiele, in denen man dann vielleicht überraschend erfolgreich sein kann.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
Zur Autorenseite
Johanna Wiening

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.