Nordkirchen und Werne lieferten sich ein spannendes Duell. © Johanna Wiening
Fußball

Spektakel im Spitzenspiel zwischen Werner SC II und FC Nordkirchen II ohne Sieger

Zum Spiel Zweiter gegen Dritter trafen am Freitag die beiden B-Ligisten Werner SC II und FC Nordkirchen II aufeinander. Die Partie verdiente den Namen Spitzenspiel, fand aber keinen Sieger.

Spitzenspiel oder Derby – beide Namen passten zur Partie in der Kreisliga B3 Münster zwischen dem FC Nordkirchen II und dem Werner SC II am Freitagabend. Beim 3:3-Unentschieden wurde den Zuschauern eine hitzige Partie geboten, die aber keinen Sieger fand.

Kreisliga B3 Münster

FC Nordkirchen II – Werner SC II

3:3 (1:2)

Die Voraussetzungen waren bei den beiden Mannschaften durchaus unterschiedlich – sowohl tabellarisch, als auch personell. Zwar stand der WSC vor dem Spieltag nur einen Platz, dafür aber bereits sieben Punkte hinter den Nordkirchenern.

Personell hatte die Mannschaft von Spielertrainer Marc Schwerbrock dafür durchaus einen Vorteil. Mit Ausnahme von Alexander Sudholt und Michael Aschoff waren alle Spieler an Board – der FCN musste dagegen auf mehrere Stammspieler wie Lukas Mangels oder Patrick Broszat verzichten.

Der Werner SC kam auch deutlich besser in die Partie. Die Mannschaft spielte schnell und konsequent nach vorne und erarbeitete sich so gleich mehrere Chancen. Der erste Torerfolg ließ da auch nicht lange auf sich warten: Ein Freistoß von Marc Schwerbrock wurde zum 1:0 abgefälscht (11.).

Auch danach blieben die Werner die bessere Mannschaft, Nordkirchen arbeitete sich aber langsam ins Spiel. Die erste hundertprozentige Chance für den FCN hatte Timo Lendzion, sein Distanzschuss wurde aber von WSC-Keeper Manuel Linke stark pariert.

In den letzten Minuten vor der Pause machte sich ein wenig der Kraftverlust der Werner bemerkbar, Nordkirchen kam immer besser in die Partie. Das zahlte sich aus, als Noah Jung zum 1:1-Ausgleich traf (40.). Das ließen die Werner allerdings nicht auf sich sitzen: Janis Leenders traf nur Sekunden vor der Pause zum 2:1 (45.). Die Werner Führung war zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient.

Zu Beginn der zweiten Hälfte bot sich ein ähnliches Bild wie in Halbzeit eins. Wieder verschlief der FCN den Start, der WSC kam deutlich wacher aus der Kabine. Dafür belohnten sich die Werner direkt: Marc Schwerbrock traf zur 3:1-Führung (49.).

Fast schien es so, als hätte der WSC den Sieg sicher – doch auch in Halbzeit zwei wurden die Nordkirchener immer stärker. Besonders Jan-Hendrik Rabitsch, seines Zeichens Top-Torjäger des FCN, sorgte vorne für ordentlich Betrieb – und brachte sein Team mit dem 2:3 prompt wieder ran (63.).

Als der Treffer von Marc Schwerbrock für den WSC zum 4:2 nur wenige Minuten später irrtümlich als Abseits zurückgepfiffen wurde, war die Enttäuschung bei den Wernern groß – und Nordkirchen war endgültig zurück in die Partie. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Das zeigte sich dann auch im Ergebnis: Jan-Hendrik Rabitsch traf zum 3:3-Endstand (81.).

In den letzten Minuten wurde es dann aber nochmal spannend, als ein Nordkirchener im Werner Strafraum elfmeterreif gefoult wurde. Den fälligen Strafstoß hielt Wernes Keeper Manuel Linke aber sicher.

Nach der Partie war Nordkirchen-Trainer Tobias Temmann durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. „Ich denke, insgesamt war es verdient“, resümierte er. „Wir haben den Abstand weiter auf sieben Punkte gehalten. Damit können wir auf jeden Fall gut leben.“

Nicht ganz so zufrieden war sein Gegenüber Marc Schwerbrock. „Meiner Meinung nach war es schon etwas glücklich für Nordkirchen“, sagte er. „Hätte das 4:2 gezählt, hätten wir das Ding dann nach Hause geholt. Am Ende sind einfach die Kräfte nicht mehr da gewesen.

FCN: Raesfeld – T. Schürmann, Stein, Lohkamp, Radke, Jung, Rabitsch, Le. Lücke, Dresselhaus, Lendzion

WSC: Linke – Leenders, Runde, Schwerbrock, Winter, Zilligen, Muck, Kaminski, Byschewski, Prümer, Lerche

Tore: 0:1 Schwerbrock (11.), 1:1 Jung (40.), 1:2 Leenders (45.), 1:3 Schwerbrock (49.), 2:3 Rabitsch (63.), 3:3 Rabitsch (81.)

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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