Auf der Anlage im Lindert gibt es gleich mehrere Probleme. © Jürgen Weitzel
Fußball

Probleme im Lindert: Werner SC schlägt einen Kompromiss vor

In den letzten Wochen sind insbesondere die Probleme im Lindert um die fehlende Tribüne und Bande nochmal aufgekommen. Der Werner SC will nun einen Kompromiss finden.

Die Probleme im Lindert sind unübersehbar. Es gibt gleich mehrere Dinge, denen sich die Verantwortlichen des Werner SC Woche für Woche stellen müssen. Akut fehlen vor allem eine Bande zum Parkplatz hin und eine Unterstellmöglichkeit bei schlechtem Wetter. Der Verein sieht akuten Handlungsbedarf – die Stadt nicht unbedingt.

Thomas Overmann, Fußballvorsitzender des Werner SC, kann sich vorstellen, warum die Stadt diese Meinung vertritt. „Es ist in der Theorie immer alles ein bisschen anders“, sagt er. „Erst wenn man am Platz ist, bekommt man die Probleme ja hautnah mit.“

Und die haben sich in den vergangenen Wochen eben gehäuft. „Man sieht das ja schon an den Reaktionen der Zuschauer“, berichtet Overmann. „Viele fahren eben auswärts mit und sehen da, wie schön die Anlage sein kann. Und bei uns überlegt man es sich schon drei Mal, ob man bei Regen zum Platz kommt.“

Bezüglich der Bande kann Overmann die Reaktion der Stadt, eine Bande sei für den Spielbetrieb nicht nötig, nur bedingt nachvollziehen. „Natürlich ist sie das nicht, aber das ändert ja nichts an unserem Problem. Das sind jede Woche die gleichen Diskussionen“, sagt der Fußballvorsitzende.

Wichtig sieht er die Verbesserung der Anlage besonders im Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Werner Fußballs. „Alle Vereine in Werne machen gute Arbeit. Aber unsere Erste ist die einzige von 34 Mannschaften, die überkreislich spielt. Diese Möglichkeiten hat man auf Dauer nur mit einer vernünftigen Infrastruktur.“

Der Werner SC will für die Probleme im Lindert aber natürlich nicht alle Verantwortung abschieben. Stattdessen hat Thomas Overmann einen Kompromissvorschlag. „Wir werden einen internen Kreis in der Fußballabteilung gründen, der sich um die Organisierung einer Unterstellmöglichkeit kümmert“, berichtet er.

Unterstützung gibt es dabei möglicherweise von der SG Borken, die zuletzt in fünf Monaten eine kleine Tribüne gebaut hatte. Erst am letzten Spieltag war der WSC zum Auswärtsspiel bei der SG und konnte sich von deren Erfolg beim Bau der Unterstellmöglichkeit überzeugen. „Ich hatte Kontakt mit dem ersten Vorsitzenden. Die wollen uns helfen und uns Tipps geben“, berichtet Thomas Overmann von einer möglichen Zusammenarbeit.

Um die Bande soll sich dann aber nach dem WIllen des Werner SC am Liebsten die Stadt kümmern. „Ich glaube, das können wir auch gar nicht so einfach“, sagt Overmann. „Aber das wäre vielleicht ja auch ein guter Kompromiss, wenn beide Seiten sich um etwas kümmern.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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