Marko Martinovic ist eine wichtige Stütze für Eintracht Werne. © Jürgen Weitzel
Fußball: Kreisliga A

Marko Martinovic als Torjäger: „Er hat mich vorne eingesetzt – warum auch immer“

Eigentlich ist Marko Martinovic eher in der Defensive bei Eintracht Werne zu finden. In der Saison 2014/2015 war er aber als Torjäger unterwegs - und lieferte sich unbewusst ein Duell mit seinem Bruder.

Marko Martinovic ist in der Defensive von Eintracht Werne eine Bank. Egal, ob als Innenverteidiger oder Sechser – die Evenkämper können sich auf den erfahrenen Fußballer verlassen. Es gab allerdings eine Saison, als der Defensivmann vor allem als Torjäger glänzte.

Erst 2014 kam Marko Martinovic in den Dahl. Vorher war er in deutlich höheren Ligen unterwegs, spielte unter anderem für den SC Verl und die Hammer SpVgg – wohlgemerkt ebenfalls in der Defensive. Das sollte sich bei Eintracht Werne dann aber ändern.

Marko Martinovic spielte noch enger mit seinem Bruder zusammen

Mario Martinovic, heute Trainer von Eintracht Werne, lotste damals seinen Bruder in den Dahl – allerdings noch nicht als Trainer, sondern als Mitspieler. Muris Mujkanovic saß damals auf der Trainerbank und setzte den ambitionierten Neuzugang in der Offensive ein, erinnert sich Martinovic selbst: „Er hat mich damals vorne eingesetzt – warum auch immer“, sagt er und lacht.

Durch die ungewohnte Position kam es auch zu einem ungewohnten Zusammenspiel mit Bruder Mario. „Ich habe ihm damals die Tore vorgelegt und dann auch noch selbst ein paar gemacht“, sagt Marko Martinovic.

Mario Martinovic war damals noch Mitspieler seines Bruders. © Foto: Dominik Gumprich © Foto: Dominik Gumprich

Dabei lieferten sich die beiden Brüder ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Platz des internen Top-Torjägers bei Eintracht Werne. Am Ende hatte Mario Martinovic 20, sein Bruder Marko 19 Punkte. Marko Martinovic war das allerdings weniger bewusst: „Mario hat mir das nach der Saison erzählt, dass ich knapp hinter ihm war. Das hätte ich mal eher wissen müssen, dann hätte ich noch mehr Gas gegeben“, sagt er und lacht.

Doch war die Position der einzige Grund für Martinovics Tore am Fließband? „Ich bin damals ja frisch aus der Regionalliga gekommen. Da war ich noch ein bisschen besser in Form“, erzählt er lachend. „Jetzt habe ich mich an die Kreisliga gewöhnt und das merkt man.“

Auch mannschaftlich gesehen lief es damals – ähnlich wie heute – ziemlich gut, aber nicht gut genug. Die Eintracht landete am Ende der Saison auf Platz zwei der Kreisliga Lüdinghausen. „Wir hatten ein bisschen ein ähnliches Problem wie heute“, sagt Marko Martinovic. „Insgesamt haben wir gut gespielt, aber gegen die schwächeren Teams sahen wir oft nicht gut aus. Das rächt sich dann.“

Die Kaderzusammenstellung für die kommende Saison lässt Marko Martinovic aber hoffen, dass jetzt endlich das so lange angepeilte Ziel Aufstieg möglich ist. „Wir haben einen entscheidenden Vorteil im Gegensatz zu den letzten Jahren“, sagt Martinovic. „Unser Kader ist qualitativ noch besser aufgestellt – vor allem auch in der Breite. Dann kann man auch mal gute Spieler von der Bank bringen. Das wird uns sicher helfen.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
Zur Autorenseite
Johanna Wiening
Lesen Sie jetzt