Luca Dombrowski hat sich schnell in der ersten Mannschaft des SV Herbern eingelebt. © Jürgen Weitzel
Fußball: Landesliga

Luca Dombrowski vom SV Herbern fühlt sich durch die Corona-Pandemie nicht benachteiligt

Erst zu Beginn der Saison war Luca Dombrowski aus der A-Jugend in die erste Mannschaft des SV Herbern aufgerückt. Die Corona-Pandemie stoppte ihn zwar, benachteiligt fühlt er sich aber nicht.

Fünf A-Jugendliche bekamen im vergangenen Sommer die Chance, sich für die erste Mannschaft des SV Herbern zu empfehlen. Während sich einer schon vor dem Start der Vorbereitung dagegen entschied, machten die restlichen vier eine gute Figur – allen voran Luca Dombrowski.

Der Herberner stand als einziger A-Jugendlicher auch in der Saison bis zur Unterbrechung regelmäßig im Kader. „Luca hat es wirklich gut geschafft, sich zu etablieren“, sagte Benjamin Siegert schon vor ein paar Wochen über seinen jungen Innenverteidiger. „Menschlich ist das auch ein richtig guter Typ. In der Mannschaft ist er auch jetzt schon total anerkannt.“

Luca Dombrowski fühlt sich „total wohl in der Mannschaft“

Das Gefühl hat Luca Dombrowski auch selbst. „Ich wurde super aufgenommen und fühle mich total wohl in der Mannschaft“, sagt der groß gewachsene Innenverteidiger. „Schließlich habe ich ja auch schon die komplette Vorbereitung mitgemacht.“

Auch jetzt, in der mittlerweile schon fast sechs Monate andauernden Pause, hat er noch gute Kontakte zu seinen Mannschaftskollegen. „Manchmal schreibe ich mit einigen von den Jungs und wir haben eine WhatsApp-Gruppe“, erzählt er. „Mit Basti Schütte gehe ich auch manchmal joggen.“

Menschlich hat Luca Dombrowski also nicht das Gefühl, durch die Corona-Pandemie benachteiligt zu sein. Sportlich war es ein bisschen schwieriger, gibt er zu. „Ich fühle mich auf jeden Fall angekommen“, sagt er. „Aber sportlich war es schwieriger. Ich war kurz vor dem Lockdown verletzt und wollte dann wieder angreifen, aber dann wurde ich gestoppt.“

Dass er mit seiner Mannschaft in dieser Saison nochmal in einem Pflichtspiel auf dem Platz steht, glaubt Luca Dombrowski nicht wirklich. „Wenn man die Zahlen sieht, kann man sich das nur schwer vorstellen“, sagt er. „Aber noch ist nichts abgesagt und so lange bleibt auch die Hoffnung. Ich hake die Saison erst ab, wenn sie annulliert ist.“

Viel mehr als die Pflichtspiele fehlen dem Herberner allerdings die Trainings. „Einfach mal wieder mit den Jungs zu kicken, wäre schon super. Mir fehlen die sozialen Kontakte schon sehr“, gibt Dombrowski zu. „Ich will schließlich Fußball spielen, mich weiterentwickeln und endlich wieder mit der Mannschaft auf dem Platz stehen.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening
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