Jannik Prinz (l.) hat aktuell genug Grund zum Jubeln. © Johanna Wiening
Fußball

Jannik Prinz hat beim Werner SC einen Lauf: „Wo Gegner mal gespielt haben, ist mir erstmal egal“

Zwei Treffer erzielte Jannik Prinz am Wochenende, hatte so einen maßgeblichen Anteil am Sieg des Werner SC. Insgesamt fühlt sich der Werner gut - und hat mit seinem Team große Ziele.

Es war wie ein Brustlöser, als Jannik Prinz den Werner SC in der 68. Minute in Führung brachte. Zwar war es nur ein Elfmeter, aber der hätte wohl wichtiger nicht sein können – er leitete den 3:1-Sieg des Werner Fußball-Landesligisten gegen Westfalia Gemen ein.

Und Jannik Prinz hatte maßgeblichen Anteil daran. Der Werner Außenbahnspieler erzielte nicht nur das Tor per Elfmeter. Nur eine Minute später traf er auch zum 2:0. Zwei Tore, drei Punkte – geht schlechter, oder? „Die Punkte sind wichtiger, aber auch die Tore nehme ich gerne mit“, sagt er lachend.

„Wir haben das Spiel ja Gott sei Dank zu unseren Gunsten gedreht“

Ganz zufrieden war Trainer Lars Müller nach der Partie nicht – und Jannik Prinz konnte auch verstehen warum. „Natürlich hatte Gemen zwei, drei Chancen, wir auf unserer Seite allerdings natürlich auch“, sagt er. „Wenn du dann einen Gegentreffer kassierst, ist es natürlich schwierig. Aber wir haben das Spiel ja Gott sei Dank zu unseren Gunsten gedreht.“

Nach dem Sieg gegen Westfalia Gemen hat der Werner SC sieben Punkte auf dem Konto. Ein guter Start, auch wenn Jannik Prinz nicht ganz zufrieden ist. „Ich würde sagen, es sind zwei Punkte zu wenig. Gegen Wettringen hätten wir gewinnen müssen, denke ich“, sagt der Werner.

Generell sieht Prinz seine Mannschaft durchaus als konkurrenzfähig. „Borussia Münster war ein starker Gegner, aber dennoch haben wir uns gegen alle drei Mannschaften bewiesen und unsere Leistung gezeigt. Das zeigt ja, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagt er.

Über den Aufstieg will beim Werner SC traditionell niemand reden. Dennoch hat Jannik Prinz durchaus Ziele mit seiner Mannschaft. „Wir haben ja in den letzten Jahren jetzt immer unter den besten drei bis fünf mitgespielt“, sagt der Werner. „Das will man natürlich auch dieses Jahr wieder.“

Auch Jannik Prinz weiß aber: Die IG Bönen ist in diesem Jahr der Top-Favorit. „Natürlich ist das schon stark, wo die bereits gespielt haben teilweise“, gibt er zu. „Aber ich muss auch sagen: Wo meine Gegner mal gespielt haben, ist mir erstmal egal. Ich nehme jeden so, wie er kommt. Wir wollen gegen jeden unsere beste Leistung zeigen.“

Um auf mehr Trainingszeiten zu kommen, hatte sich Jannik Prinz um eine Wohnung in Werne gekümmert. Das soll beim Pendeln zwischen Werne und Hamburg helfen – und hat am Sonntag scheinbar schon Glück gebracht. „Ich hab Samstag zum ersten Mal dort geschlafen. War scheinbar ein gutes Omen“, sagt er lachend.

Ob er jetzt mehr in Werne sein kann, ist noch unklar. „Das muss man mal abwarten“, sagt Jannik Prinz. „Aber zumindest bin ich mal bei mehr Einheiten am Stück dabei.“ Und wenn er dem Werner SC dann auch noch mit seinen Toren weiterhilft, wird wohl niemand etwas dagegen haben.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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