Eintracht Werne und SV Stockum müssen auch in diesem Winter beide wieder auf ihren Ascheplatz ausweichen. © Patrick Fleckmann
Fußball

Frustration über Kunstrasen-Situation im Dahl: „Da liegt nicht mal eine Schüppe auf dem Platz“

Eigentlich sollte der Kunstrasenplatz im Dahl schon längst fertig sein. Davon sind die Arbeiten aber weit entfernt. Bei den Vereinen sorgt das für zunehmende Frustration.

Ursprünglich war es mal viel Vorfreude, die man von Eintracht Werne und dem SV Stockum bezüglich des neuen Kunstrasenplatzes im Dahl hörte. Die Vorfreude ist auch nach wie vor da, mischt sich aber immer mehr mit Frustration. Denn nur wenig läuft wie geplant.

Als wir Sascha Hilmer, Geschäftsführer von Eintracht Werne, fragen, wann der Kunstrasenplatz auf der Anlage im Dahl ursprünglich mal fertig sein sollte, muss er kurz überlegen. „Letztes Jahr im Sommer hätten wir eigentlich schon drauf gehen sollen“, berichtet er dann.

Doch davon sind die Arbeiten aktuell noch weit entfernt. Nachdem die Stadt lange auf einen Förderbescheid des Landes warten musste – ohne diesen waren den Verantwortlichen die Hände gebunden -, entschieden die Verantwortlichen erst in der vergangenen Woche, doch einen anderen Kunstrasen zu nutzen. Die richtigen Arbeiten am Platz haben nach wie vor nicht begonnen.

Und genau das ist der Hauptkritikpunkt der Vereine. „Man muss ja nur mal gucken: Da liegt ja nicht mal eine Schüppe auf dem Platz“, äußert auch Yassine Najih, Geschäftsführer des SV Stockum, seinen Unmut. „Man muss da schon ehrlich sagen, dass man enttäuscht ist.“

Auch von seinen Spielern höre er öfter Nachfragen. „Das ist ja kein Wunder: Wir holen die und erzählen was von Kunstrasenplatz und jetzt müssen sie doch wieder auf Asche spielen. Das ist jetzt nicht gerade der Traum eines Fußballers“, so Yassine Najih.

Probleme sieht auch Sascha Hilmer besonders jetzt im Winter auf seine Eintracht zukommen. „Natürlich hätten wir den Platz lieber heute als morgen“, gibt er zu – gerade im Hinblick auf die kommenden Spiele auf dem Ascheplatz. „Jeder weiß, wie die Platzverhältnisse bei uns sind.“

Am Ende will Sascha Hilmer aber auch etwas besänftigen. „Natürlich haben wir Verständnis, dass in Coronazeiten sowas auch mal länger dauern kann. Das gehört nun mal dazu“, sagt er. „Es wäre nur einfach schön, wenn es endlich mal losgehen würde mit den Arbeiten.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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