Marc Schwerbrock und der Werner SC II müssen am Freitagabend beim FC Nordkirchen II ran. © Johanna Wiening
Fußball

FC Nordkirchen II und Werner SC II treffen sich zum Derby zwischen alten Bekannten

Für die meisten Mannschaften ist am Wochenende spielfrei. Nicht so für den FC Nordkirchen II und den Werner SC II. Die Partie zwischen den beiden Teams ist ebenso ein Derby wie ein Spitzenspiel.

Auf den ersten Blick ist das Spiel zwischen dem Werner SC II und dem FC Nordkirchen II örtlich gesehen wohl nur bedingt ein Derby. Spricht man dann aber mit den Verantwortlichen, wird klar: Ein bisschen Derbystimmung wird am Freitagabend im Schlosspark schon aufkommen.

Tobias Temmann, Trainer des FC Nordkirchen II, erklärt: „Irgendwie kennt man alle. Gefühlt mit der Hälfte bin ich in einem Kegelclub, mit der anderen Hälfte habe ich schon mal gespielt. Und auch gegeneinander haben wir ja schon öfter mal gespielt.“

Auch Marc Schwerbrock, Spielertrainer der Werner, freut sich auf das Aufeinandertreffen. Unter den vielen Bekannten kennt er einen Spieler besonders gut – und hofft auf dessen Einsatz. „Jannis Schürmann ist mein Arbeitskollege. Da würde ich mich schon freuen, wenn die den bringen würden“, sagt er.

Die Möglichkeit ist zumindest da – dem FC Nordkirchen fehlen schließlich einige wichtige Stammkräfte. „Lukas Mangels fehlt, Patrick Broszat auch, ich falle auch verletzt aus. Das sind so die Erfahrenen bei uns in der Mannschaft, die uns da aktuell fehlen. Aber unsere jüngeren Spieler machen das auch sehr gut“, ist Temmann optimistisch.

Die personelle Situation sieht bei den Wernern dagegen deutlich besser aus als in den vergangenen Wochen. „Wir hatten ja immer wieder viele Spieler, die gefehlt haben. Ich glaube, wir haben nie zwei Mal hintereinander mit der selben Startelf gespielt. Aber diesen Freitag haben wir außer eventuell Michael Aschoff alle Spieler an Board“, berichtet der Coach.

Allerdings: Auf Spieler aus der ersten Mannschaft können beide Reserveteams nicht zurückgreifen, da deren Spiel noch keine fünf Tage her ist und sie so nicht in den tieferklassigen Teams spielen dürfen. „Da habe ich mir ein bisschen selbst ins Knie geschossen“, gibt Schwerbrock zu. „Wir wollten verlegen, können so aber natürlich keine Spieler aus der Ersten bekommen. Weil aber bei uns fast alle da sind, ist das auch nicht ganz so tragisch.“

Aber die Partie am Freitagabend ist nicht nur ein Derby, sondern auch ein Spitzenspiel. Nordkirchen belegt aktuell Rang zwei, Werne steht direkt dahinter auf Rang drei. Allerdings: Bereits sieben Punkte trennen die beiden Mannschaften aktuell.

Was das Problem seiner Mannschaft aktuell im Vergleich zu den Nordkirchenern ist, hat Schwerbrock bereits ausgemacht. „Nordkirchen hat, genau wie Amelsbüren (Spitzenreiter der Liga, Anm. d. Red.), eine gute Abwehr. Ich glaube, beide haben nicht mal 20 Gegentore. Wir kriegen ja immer wieder drei, vier Buden – da kann man nicht immer noch gewinnen.“

Diese Probleme beim WSC hat natürlich auch Tobias Temmann mitbekommen – allerdings: Unterschätzen will er die Werner ganz sicher nicht. „Wie gesagt, wir kennen die Jungs ja. Viele von denen haben ja mindestens schon Bezirksliga gespielt. Die individuelle Qualität ist hoch – wir wollen aber auf jeden Fall dagegen halten.“

Anpfiff ist am Freitag um 20 Uhr auf der Sportanlage in Nordkirchen, Am Schloßpark.

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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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