Dreierpacker auf beiden Seiten Werner SC II gewinnt Torspektakel gegen SC Capelle knapp

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Finn Drücker traf drei Mal beim Werner Sieg gegen den SC Capelle.
Finn Drücker traf drei Mal beim Werner Sieg gegen den SC Capelle. © Johanna Wiening
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Die Favoritenrolle beim Duell gegen den SC Capelle lag am Mittwochabend klar beim Werner SC II. Der Fußball-B-Ligist konnte dieser mit einem 5:4-Sieg auch gerecht werden, auch wenn das Derby in der letzten Viertelstunde noch mal ein enges Spiel wurde. Denn Capelle startete nach dem 2:5 eine Aufholjagd nach einem schlechten Start ins Spiel.

Kreisliga B3 Münster

Werner SC II – SC Capelle

5:4 (3:1)

Die Werner hatten die Partie von Beginn an im Griff und spielten ihre Dominanz aus. Schon nach fünf Minuten konnte die Mannschaft jubeln, als Dennis Kaminski SCC-Keeper Lukas Schulze Kersting überwand und das 1:0 erzielte. Das wurde aber wegen vermeintlichem Abseits zurückgepfiffen.

Nur eine Minute später jubelten die Werner dann aber erneut – und dieses Mal wirklich: Einen gut ausgespielten Angriff des WSC verwertete Finn Drücker zum 1:0. Ein Horrorstart für die Capeller, die nun schon unter Druck waren.

SC Capelle gleicht aus

Doch in der Folge spielte erstmal nur der WSC und kam zu zahlreichen Chancen. Jannis Vertgewall und Janis Leenders verpassten knapp, auch Dennis Kaminski war kurz vorm Jubeln.

So kam es ein wenig unglücklich für die Werner, als ausgerechnet Wernes Spielertrainer Janis Leenders sich verschätzte, seinen Gegenspieler regelwidrig foulte und der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Patrick Ritz verwandelte sicher zum etwas glücklichen 1:1 für den SCC.

Die Werner zeigten sich in der Folge zwar kurz überrumpelt, kamen dann aber wieder in den Tritt und gingen schnell wieder in Führung. Nach einem Pfostenschuss verwandelte der starke Finn Drücker zur 2:1-Führung der Werner. Nur acht Minuten später legte Jannis Vertgewall das 3:1 nach, sodass die Werner mit einer komfortablen Führung in die Pause gingen.

Auch nach der Pause waren die Werner die etwas bessere Mannschaft. Finn Drücker erhöhte die Führung mit einem schönen Kopfballtor auf 4:1. Doch der SC Capelle steckte nicht auf und versuchte, den Wernern Paroli zu bieten. Simon Walter vollendete einen konsequent ausgespielten Angriff des SCC zum zwischenzeitlichen 2:4.

Die drei Tore von Simon Walter reichten dem SCC nicht.
Die drei Tore von Simon Walter reichten dem SCC nicht. © Matthias Henkel

Als Sebastian Timpte per formschönen Distanzschuss den alten Abstand für die Werner wieder herstellte (81.), schien die Partie für den SCC gelaufen. Doch die Mannschaft von Reinhard Behlert gab nicht auf und den WSC verließen scheinbar nach dem Sim-Jü-Wochenende so langsam die Kräfte.

So gab es in der 86. Minute plötzlich Aufregung im Werner Strafraum, als Hendrik Wittenbrink eine unglückliche Situation von Keeper Hendrik Pollak ausbügeln wollte und den Ball an die Hand bekam. Der Schiedsrichter zeigte erneut auf den Punkt und Simon Walter schnürte per Elfmeter seinen zweiten Treffer des Tages zum 3:5 aus Capeller Sicht.

Und dann wurde es nochmal richtig eng: In der ersten Minute der Nachspielzeit sorgte Simon Walter mit seinem dritten Treffer sogar noch für den Capeller Anschluss, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.

Trotz des Sieges war WSC-Coach Janis Leenders nach dem Spiel angefressen: „Was soll ich zu den Gegentoren sagen? Wir können ja wirklich noch froh sein, dass es am Ende drei Punkte sind.“ Sein Gegenüber Reinhard Behlert war dagegen trotz Niederlage stolz auf seine Mannschaft: „Wir stehen am Ende ohne Punkte da, aber die Jungs haben sich nie aufgegeben. Das war gut und aus anderen Situationen müssen wir lernen.“

WSC: Pollak – Leenders, Heußner, Gierke, Vertgewall, Timpte, Dadal, Kaminski, Drücker, Wittenbrink, Kuhn / Wienstroer, Schwert, Jücker, Hüttemann

SCC: Schulze Kersting – Apel, Lachmann, Hülsmann, Hölscher, Ritz, Walter, Börste, Daugsch, Lohmann, Winkler / Trahe, Wagner, Rethmeier, Ogrzai

Tore: 1:0 Drücker (5.), 1:1 Ritz (19./FE), 2:1 Drücker (29.), 3:1 Vertgewall (37.), 4:1 Drücker (60.), 4:2 Walter (68.), 5:2 Timpte (81.), 5:3 Winkler (86./HE), 5:4 Winkler (90.+1)