Zuletzt musste sich der WSC im Lindert oft behelfen. © Günther Goldstein
Meinung

Die Situation im Lindert ist katastrophal – Alle Beteiligten müssen handeln

Es ist nicht das erste Mal, dass der Werner SC die Probleme im Lindert aufzählt. In dieser Saison wurden sie besonders deutlich. Es muss daher unbedingt gehandelt werden, findet unsere Autorin.

Der Werner SC möge es mir verzeihen, wenn ich sage: Die Anlage im Lindert ist einer der schlechtesten Plätze in der Landesliga 4. Von der Art des Rasens über zu wenige Kabinen und mangelhafte Unterstellmöglichkeiten bis hin zu der fehlenden Bande – die Probleme reißen nicht ab.

Gerade die erste Mannschaft des WSC sieht in der Landesliga, was möglich ist, wenn man mal an Anlagen wie in Bockum-Hövel denkt. Dabei sind diese großen, gut ausgebauten Plätze ja nicht mal der Anspruch der Werner – es geht erstmal um die kleinen, aber akuten Probleme.

Besonders die fehlende Bande auf der Seite zum Parkplatz hat in dieser Saison schon oft für Schwierigkeiten gesorgt. Sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft mussten bereits ihre Zuschauer auf die andere Spielfeldseite schicken. Zuschauer im Innenraum – und da sitzen sie ohne Bande – sind streng genommen nicht erlaubt.

Gerade für die älteren Zuschauer ist das unglücklich, denn auf der Seite mit Bande gibt es keine Sitzmöglichkeiten. Und wenn die Sonne scheint, ist es oft so, dass sie den Zuschauern auf der Seite zum Bahndamm ins Gesicht strahlt und so für schlechte Sicht sorgt.

Auch dass die Anzahl der Zuschauer bei Regen sinkt, ist kein Wunder. Unterstellmöglichkeiten gibt es nur unmittelbar am Vereinsheim – zu weit entfernt, um am Platz wirklich etwas zu sehen. Direkt am Kunstrasen gibt es keine Möglichkeiten, regengeschützt zu stehen.

Schon in der Landesliga ist die Anlage des WSC, wie bereits beschrieben, eine der schlechteren. Wenn man aber die sportlich extrem starke Form des Landesligisten sieht, ist ein Aufstieg in die Westfalenliga nicht komplett abwegig. Sollten die Werner das schaffen, spielen sie in einer Liga mit Mannschaften, die Stadien oder zumindest große Plätze mit Banden und Tribüne vorweisen können.

Es ist also dringend an der Zeit zu handeln. Wie Thomas Overmann, Fußballvorsitzender des Werner SC, schon sagte: Alle handelnden Personen sind gefragt. Stadt, Verein, Sponsoren – man muss gemeinsam dafür sorgen, dass der Werner SC nicht nur sportlich, sondern auch bezogen auf die Infrastruktur konkurrenzfähig bleibt.

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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