Andreas Betke vom SV Stockum hat Konkurrenz auf der Torhüter-Position bekommen. © Johanna Wiening
Fußball: Kreisliga A

Das hält Stockums Torwart Andreas Betke vom offenen Kampf um die Nummer eins

Der SV Stockum verstärkt sich zum Sommer mit Mohammed Sahli. Der A-Ligist hat damit zwei Torhüter, die sich einen offenen Kampf liefern sollen. Stammkraft Andreas Betke hat dazu eine klare Meinung.

Seit gut drei Wochen kann Yassine Najih, Geschäftsführer des SV Stockum, einen Haken an die Planungen der Torwart-Position machen. Mit Mohammed Sahli hat der A-Ligist zum Sommer einen zweiten Schlussmann verpflichtet, der Andreas Betke Konkurrenz machen soll. Macht sich Betke, die angestammte Nummer eins, nun Sorgen um seinen Platz?

Die kurze Antwort lautet: Nein. Etwas ausführlicher begründet Betke das so: „Erstmal ist jede Konkurrenz natürlich leistungsfördernd. Aber aufgrund der letzten Spiele und auch im Wissen um meine Qualität bin ich zuversichtlich, dass ich meinen Platz als Starter behalten werde.“

Seinen künftigen Mitspieler und Kontrahenten Sahli (kommt vom Liga-Konkurrenten BV Hamm) kennt Betke noch nicht: „Wir hatten noch keinen Kontakt, standen uns in der Liga nicht gegenüber – er ist eine große Unbekannte für mich.“

Betke hat ein ordentliches Sport-Pensum

Auf dem Papier scheint Betke die Nase vorne zu haben: Der Schlussmann weist schließlich Landesliga-Erfahrung auf. Allerdings hat der Torwart jüngst seinen 35. Geburtstag gefeiert. Ein altersbedingtes Kürzertreten schließt Betke dennoch kategorisch aus: „Ich hatte das große Glück, nie wirklich verletzt gewesen zu sein. Drei bis vier Jahre spiele ich auf jeden Fall noch weiter.“

Dafür tut er auch im aktuellen Sport-Lockdown so einiges, um fit zu bleiben: „Ich fahre viel Fahrrad, 30 bis 40 Kilometer am Tag, gehe wandern, wenn es in der jeweiligen Region erlaubt ist und einmal die Woche laufe ich – auch wenn ich es hasse.“

Betke ist absolut fußballbegeistert, daran hat auch das Pandemie-Jahr nichts geändert. „Ich bin nach wie vor heiß auf Fußball, das ist von früher noch drin: Da wurde nach der Schule die Tasche in die Ecke geschmissen und dann ging es so lange auf den Bolzplatz, bis uns die Polizei runtergejagt hat“, erzählt Betke.

Diese Prägung aus dem Kindes- und Jugendlichen-Alter hätten die jüngeren Spieler nicht mehr: „Für uns hieß es damals Fußball, zu jeder Stunde und an jedem Tag in der Woche, das bleibt einfach hängen. Mittlerweile ist das Angebot sehr viel größer und Fußball nicht mehr der alleinige Fokus.“

Für Betke bleibt Fußball nach wie vor der Mittelpunkt. Auch deshalb ackert er in seiner Freizeit, um sein Fitnesslevel aufrecht zu erhalten: „Ich bin ja nicht mehr der jüngste. Wenn ich jetzt aufhöre etwas zu machen, brauche ich im Anschluss sehr viel länger, um das wieder aufzuholen.“

Deswegen hält Betke sein Level im konditionellen Bereich aufrecht und nahm zuletzt auch mal wieder den Ball an den Fuß – mit bescheidenem Erfolg: „Ich habe mit meinem Bruder ein paar lange Bälle spielen wollen. Das sah allerdings so aus, als hätte ich noch nie vor die Kugel getreten. Die Bewegungsabläufe sind komplett weg.“

„Jürgen Welp wird uns schnell auf das gewohnte Niveau bringen“

Diese Abläufe, da ist sich der Torhüter sicher, werden aber rasch zurückkehren, sobald das Training wieder aufgenommen werden kann: „Da haben wir mit Jürgen Welp einen Trainer, der uns ganz schnell zurück auf das gewohnte Niveau bringen wird.“

Betke jedenfalls kann es kaum erwarten, zurückzukehren in den normalen Fußball-Alltag. Dafür ist er mehr als bereit: „Ich bin topfit – von mir aus kann die Saison losgehen.“

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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