Der Jubel war groß beim SV Stockum. © Johannes Schmittmann
Fußball

Als der SV Stockum in einer schwachen Saison trotzdem Oberligist Holzwickeder SC besiegte

Es lief in den vergangenen Jahren nur sehr selten wirklich gut für den SV Stockum. Doch an ein Spiel erinnert sich der A-Ligist gerne - damals besiegte er den Holzwickeder SC.

Bis Jürgen Welp kam, lief es eigentlich zuletzt alles andere als gut für den SV Stockum. Der Verein kämpfte permanent gegen den Abstieg aus der Fußball-Kreisliga A und hatte auch im Kreispokal in den Saisons 2018/19 und 2019/20 nur wenig zu melden. Doch ein Spiel kann man dann doch positiv herausheben.

In der ersten Pokalrunde 2018/19 traf der SV Stockum auf den Oberligisten Holzwickeder SC. Dementsprechend klar waren auch die Rollen verteilt – jeder rechnete damit, dass der HSC ganz locker und einfach in die zweite Pokalrunde einziehen würde.

Doch es kam alles ganz anders. Erstmal ging damals der Favorit durch Henning Heubel (22.) in Führung. Doch da der HSC nur mit einer B-Elf auflief, konnten sie sich kaum Vorteile erspielen. Nach der Führung war es dann sogar der SV Stockum, der sich mehr und mehr Vorteile verschaffte.

Youness Rissane war der Mann des Spiels für den SV Stockum

Zu einer klaren Torchance kam es dann aber erst in der zweiten Halbzeit, als Youness Rissane für den Außenseiter zum Ausgleich traf (65.). Also musste es dann doch in die Verlängerung gehen – auch dort traf erstmal Holzwickede durch Rojan Bastian Powilleit (95.), doch dann erzielte Stockum durch Thorben Lupp (102.) und Youness Rissane (104.) einen unerwarteten Vorteil.

Youness Rissane entschied das Pokalspiel gegen Hokzwickede im Elfmeterschießen. © Johannes Schmittmann © Johannes Schmittmann

Trotz einer Gelb-Roten Karte für Ismail Cördük verteidigten die Stockumer mit Mann und Maus bis zur 120. Minute. Doch es kam, wie es in diesem Spiele eben kommen musste. In der Nachspielzeit der Verlängerung glich der HSC durch David Bernsdorf aus. Es musste also das Elfmeterschießen her.

Und auch das hatte es in sich. Stockums Keeper Cüneyt Tüten hielt gleich zwei Elfmeter bravourös, bevor es zum dritten Mal an diesem Tag Youness Rissane war, der den Ball dann auch zum endgültigen Sieg im Tor unterbrachte. Ein wahnsinniges Spiel – und am Ende war der Außenseiter sogar der verdiente Sieger der Partie.

„Wir waren natürlich klarer Außenseiter“

Tobias Löbbecke, Urgestein des SV Stockum, erinnert sich heute noch gerne an das Spiel. „Wir waren natürlich klarer Außenseiter, aber wir haben lange auf Augenhöhe gespielt und uns dann im Elfmeterschießen durchgesetzt. Das war schon ein geiles Gefühl“, sagt Löbbecke.

Doch im Gegensatz zu der Pokalpartie zu Beginn der Saison entwickelten sich die Saisons der beiden Vereine ziemlich ähnlich. Für den SV Stockum lief es so zum Beispiel gar nicht gut. Im Kreispokal scheiterte die Mannschaft von Trainer Ralf Gondolf in der zweiten Runde dann direkt am BSV Heeren.

Und auch in der Liga lief es alles andere als gut. Die Mannschaft hing die ganze Saison über tief im Abstiegskampf und wechselte dann sogar zur Winterpause den Trainer – Zakaria Slimani folgte auf Ralf Gondolf. Am Ende erreichte die Mannschaft den Klassenerhalt – aber nur knapp.

Und auch der Holzwickeder SC kämpfte in der Oberliga lange gegen den Abstieg. Am Ende landete die Mannschaft auf Platz elf – also deutlich über dem Strich. Dennoch hätten es nicht viel weniger Punkte sein dürfen und der HSC wäre in die Westfalenliga abgestiegen.

Der SV Stockum und der Holzwickeder SC trafen danach bis heute nicht mehr aufeinander. Doch für den HSC scheinen die Werner Vereine ein schlechtes Omen zu sein: In der Saison 2019/2020 verabschiedete sich der Holzwickeder SC überraschend auch gegen den A-Ligisten Eintracht Werne aus dem Kreispokal.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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