Die meisten Schüler in Unna bekommen ihr Zeugnis pünktlich zum Halbjahresende. © dpa
Grundschulen

Zeugnisse gibt es an Unnas Grundschulen per Einbahnstraße oder am Abholfenster

Am 29. Januar endet das Schulhalbjahr auch für Unnas Grundschüler. Um die Zeugnisvergabe in Pandemiezeiten zu ermöglichen, haben die Schulleitungen verschiedene Konzepte entwickelt.

Wenn das Halbjahr des Schuljahres 2020/21 am kommenden Freitag endet, ist der Blick aufs das Zeugnis für die Grundschüler besonders spannend: Die Drittklässler erhalten zum ersten Mal Noten statt schriftlicher Bewertungen, und die Viertklässler bewerben sich mit diesem Zeugnis an die weiterführende Schule. Umso wichtiger ist es für Unnas Schulleitungen, dass die Zeugnisausgabe gelingt – aller Schwierigkeiten zum Trotz. Dabei verfolgt jede Schule eigene Ansätze.

„Wir werden hinter einer Plexiglasscheibe am Eingang stehen und das Zeugnis darunter her schieben.“

Ute Kirch-Forthaus, Rektorin der Schule am Friedrichsborn

Etwa gibt die Katharinenschule ihre Zeugnisse nicht erst am Freitag heraus, sondern vorzeitig am Mittwoch und Donnerstag. Dafür sollen Pavillons auf dem Schulhof aufgebaut werden, in denen die Zeugnisse in einem bestimmten Zeitfenster an die Bevollmächtigten herausgeben werden. Per Post verschicken wollte Schulleiterin Christa Parschau die Dokumente nicht: „Das wäre mir zu unsicher“, sagt sie. Außerdem sei es praktisch, dass die Eltern vor Ort direkt eine Unterschrift unter die Kopie setzen können.

Eltern können vor Ort direkt unterschreiben

Nicht zuletzt deshalb habe man sich auch an der Schillerschule für eine persönliche Übergabe entschieden. Schulleiter Matthias Landsberg wählt dabei die „Walk-through“-Variante, bei der Eltern von einer Richtung das Gebäude betreten und es an einer anderen Seite wieder verlassen. „Das ist eine Lösung, bei der sich niemand in die Quere kommt“, so Landsberg.

Ähnlich wird auch an der Sonnenschule und an der Grilloschule verfahren: Auch hier geben die jeweiligen Klassenlehrer die Zeugnisse mittels einer Einbahnstraßen-Regelung heraus, zuvor erfolgt noch eine Einteilung der Erziehungsberechtigten in Gruppen, um Ballungen zu vermeiden.

Während an der Sonnenschule nur der Freitag dafür vorgesehen ist, möchte Vera Michel, Schulleitung der Grilloschule, die Zeugnisausgabe auf zwei Tage verteilen: „Die Eltern der Drittklässler holen die Zeugnisse am Donnerstag ab, die Eltern der Viertklässler am Freitag“, sagt sie.

„Falls ein Elternteil oder ein Schulkind das Zeugnis gar nicht abholen kann, werden wir sicher auch eine andere Lösung finden – und wenn ich das Zeugnis persönlich vorbringen muss.“

Matthias Landsberg, Rektor der Schillerschule

An der Falkschule und der Grundschule am Friedrichsborn hingegen werden die Zeugnisse am Freitag durch Ausgabefenster herausgereicht. Ute Kirch-Forthaus, Leitung der Grundschule am Friedrichsborn berichtet: „Wir werden dann hinter einer Plexiglasscheibe am Eingang stehen und das Zeugnis darunter her schieben.“

Geschlossene Kuverts für Datensicherheit

Auch die Grundschule Hemmerde verfolgt dieses Konzept, allerdings gibt es die Zeugnisse dort in geschlossenen Kuverts, sagt Schulleitung Christina Eifler: „Wenn etwa der bevollmächtigte Nachbar das Zeugnis abholt, kann er die Noten nicht einsehen. Hierbei geht es um Datenschutz.“ Dass die angegebenen Zeitfenster im Vormittagsbereich für die Zeugnisabholung nicht ausreichen, glaubt Eifler nicht: „Wir sind sehr gut organisiert, die meisten Eltern kommen ohnehin zur Abholung der Wochenpläne für ihre Kinder vorbei.“

Schulleiter Matthias Landsberg von der Schillerschule in Massen versichert dahingehend zusätzlich: „Falls ein Elternteil oder ein Schulkind das Zeugnis gar nicht abholen kann, werden wir sicher auch eine andere Lösung finden – und wenn ich das Zeugnis zur Not persönlich vorbringen muss.“

Über die Autorin
Geboren 1992 mitten im Ruhrgebiet (Bottrop) und aufgewachsen am Rande des Münsterlandes (Dorsten), hat es sie zum Studieren nach Bielefeld verschlagen (die Stadt gibt es wirklich ;-)). Nach beruflichen Zwischenstationen in Braunschweig, Berlin und Aachen ist sie froh, wieder zurück im Pott zu sein und Geschichten für Unna zu schreiben. Wenn sie nicht journalistisch unterwegs ist, hört sie gerne Musik, wandert im Grünen oder faulenzt mit einem guten Buch im Café.
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