Zapp spendet große Summe für verschiedene Sozialprojekte

Redakteur
Edo Ollermann (l.), Geschäftsführer bei der Zapp GmbH, freut sich, dass eine Spende seines Unternehmens über die Bürgerstiftung Unna an den richtigen Stellen ankommt. Stiftungsvorstand Klaus Moßmeier dankt für das Vertrauen. © Udo Hennes
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Ob Schulprojekte, Lebensmittelgutscheine oder Schwimmkurse: Die Bürgerstiftung Unna fördert das Gemeinwohl an vielen Stellen, wo es nötig ist. Möglich ist das dank zahlreicher Stifter, die vor allem auch spenden. Die Firma Zapp ist ein gutes Beispiel.

Der Stahlspezialist Zapp ist ein Unternehmen mit jahrhundertelanger Tradition, das weltweit aktiv ist, aber in der hiesigen Region stark verwurzelt ist. Am Standort Unna arbeiten 270 Mitarbeiter, wie berichtet perspektivisch noch ein paar mehr, der Ausbau in Unna läuft.

Firma will sich vor Ort engagieren

„Wir legen Wert darauf, dass man sich vor Ort auch sozial engagiert“, erklärt Geschäftsführer Edo Ollermann. So gehört die Zapp-Gruppe von Beginn an zu den Unternehmen, die Teil der Bürgerstiftung Unna sind. Und nun weitet die Firma dieses Engagement aus. Sie spendet 10.000 Euro an die Bürgerstiftung.

Ob Unternehmen oder Privatperson: Stifter ist, wer einmal ein Mindestkapital anlegt, dessen Erträge die Stiftung dann für soziale Zwecke ausgeben kann. Die seit Jahren niedrigen Zinsen erschweren es der Stiftung wie jedem Anleger, mit ihrem Kapital „Plus“ zu machen, deswegen sind zusätzliche Spenden so wichtig. Solche Zuwendungen können direkt in Projekte fließen. „Und der Bedarf nach Unterstützung hört nicht auf“, sagt Stiftungsvorstand Klaus Moßmeier. Die Corona-Folgen hinterließen beispielsweise Defizite in Schulen, machten mehr digitale Angebote etwa beim Kinderschutzbund oder beim Frauenforum nötig. Viele Familien sind durch die Krise unter Druck geraten. Allein für Lebensmittelgutscheine für bedürftige Familien hat die Stiftung bereits mehrere 10.000 Euro ausgegeben.

Wer spenden will, braucht verlässlichen Empfänger

„Viele Firmen sind bereit, sich zu engagieren und zu spenden“, sagt Ollermann. Oft wüssten Unternehmer aber nicht, wie und wo. Eine eigene Stiftung zu gründen, ist aufwendig und scheitere meist am Zeitmangel. „Die Bürgerstiftung ist deswegen ein idealer Ansprechpartner“, so Ollermann. Mit angelegtem beziehungsweise gespendetem Geld erreiche man hier einen hohen Wirkungsgrad. Die ehrenamtliche Organisation macht es möglich, dass kein Geld in Bürokratie versanden muss.

Bei der Belegschaft komme dieses Engagement gut an, bestätigt Ollermann. Die Mitarbeiter hätten eine starke Bindung zum Unternehmen. Dass Zapp sich sozial engagiert, spiele dabei sicher eine Rolle. Gerade die vergangenen zwei Jahre hätten bei den Menschen das Bewusstsein für das Gemeinwohl geschärft. „Viele denken anders über verschiedene Dinge nach“, sagt Ollermann. „Das Materielle ist vielen nicht mehr so wichtig wie das Soziale.“

Sie möchten Geld anlegen oder spenden für verschiedene gemeinnützige Projekte in Unna? Sie finden Kontaktinformationen der Bürgerstiftung Unna auf der Internetseite buergerstiftung-unna.de