Wohnungen im neuen Parkquartier Königsborn können Ostern bezogen werden

dzMit Video: Parkquartier

Es ist Unnas Vorzeige-Bauprojekt: An der Berliner Allee entstehen bis Ostern auf 8200 Quadratmetern neue Wohnungen – im sozialen Wohnungsbau, betreuten Wohnen und als Pflegeplätze.

Königsborn

, 11.01.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Groß, grau und leer stehend: Das war der „graue Riese“ an der Potsdamer Straße/Berliner Allee. Kein Haus, in dem man gerne wohnte. Im August 2017 rückten die Abrissbagger an, drei Monate später war von dem Hochhausbau aus den 1970er-Jahren außer Schutt und Asche nichts geblieben. Jetzt, zweieinhalb Jahre später, ist der einstige Standort des „grauen Riesen“ nicht mehr wiederzuerkennen.

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Großzügig, hell und einladend: Das sind die drei Gebäude des neuen Parkquartiers Königsborn-Südost, die den Platz des „Riesen“ eingenommen haben. Maximal fünf geschossig (inklusive Erdgeschoss) und in einem leuchtenden Weiß gehalten, fällt der Gebäudekomplex inmitten des Wohnviertels an der Berliner Allee sofort auf.

Dort, wo in den 70er-Jahren funktionale und zugegebenermaßen wenig ansehnliche Hochhäuser in die Höhe schossen, steht nun eine Insel des modernen Bauens im 21. Jahrhundert. Solarzellen auf dem Dach, Balkone an nahezu jeder Wohnung und komplett barrierefreie Zugänge im gesamten Komplex: Das Parkquartier strahlt schon jetzt eine Lebensqualität aus, die der „graue Riese“ nie hatte.

„Wenn alles weiterhin so gut klappt, dann sind die Wohnungen Ostern bezugsfertig“, sagt Holger Heilmann, der zuständige Architekt für das Projekt. Einziehen auf die 8200 Quadratmeter Wohnfläche werden dann die unterschiedlichsten Mieter: Das gesamte Erdgeschoss im Haus B ist künftig dem Pflegedienst MAK Tölke vorbehalten. Ein eigener Innenhof und helle Tagesräume mit bodentiefen Fenstern bilden das Herzstück der „Pflegeinsel“ mit 24 Plätzen.

Wohnungen im neuen Parkquartier Königsborn können Ostern bezogen werden

Diese Dachterrasse gehört zum Wohnbereich für betreutes Wohnen im ersten Geschoss des Hauses B. © Anna Gemünd

Ein Stockwerk drüber sind Zimmer und Wohnungen für das betreute Wohnen eingerichtet. Die großzügige Dachterrasse dürfte unbestritten der Lieblingsort der dortigen Bewohner werden. In den weiteren Stockwerken sowie in den Häusern A und C sind Wohnungen für Menschen mit Wohnberechtigungsschein entstanden – sozialer Wohnungsbau, den Unna dringend braucht. Etliche dieser Wohnungen sind bereits vermietet, nahezu täglich kommen Interessenten vorbei. Präferenz haben zunächst diejenigen, die vorher im „grauen Riesen“ wohnten.

„Die Cafeteria ist als Treffpunkt angelegt, der Menschen miteinander ins Gespräch bringen soll.“
Holger Heilmann, Architekt

Das Ziel, Ostern die ersten Bewohner einziehen lassen zu können, scheint realistisch: Haus A ist bereits komplett fertig, im Haus B fehlt noch die Abnahme für den Pflegebereich und im Haus C, das sich direkt an der Berliner Allee befindet, läuft der Ausbau noch absehbar bis Ende Februar. In diesem Haus befindet sich im Erdgeschoss die Cafeteria, in der auf gut 180 Quadratmetern künftig kleine Snacks und Getränke angeboten werden.

„Die Cafeteria ist als Treffpunkt angelegt, der Menschen miteinander ins Gespräch bringen soll“, sagt Architekt Heilmann. Ausdrücklich soll die Cafeteria daher für Bewohner und Nicht-Bewohner des Parkquartiers gleichermaßen geöffnet sein.

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Für Heilmann und seine Kollegen ist das Parkquartier rückblickend eine nahezu „perfekte Baustelle“. Das liege nicht nur an dem sehr guten Zusammenspiel von Bauherrn, Baufirmen und den beteiligten Behörden, sondern auch an einem sehr entscheidenden „Mitspieler“ im Quartier: „Das Quartiersmanagement ist für dieses Projekt enorm wichtig“, lobt Heilmann die Arbeit der beiden Quartiersmanager, deren Büro sich nur wenige hundert Meter von der Baustelle an der Berliner Allee befindet. „Sie kennen die Basis der Bevölkerung hier; haben vermittelt, erklärt und uns beraten. Das hilft enorm bei einer solchen Baustelle.“

Und die wird schon in wenigen Monaten keine Baustelle mehr sein, sondern das neue Herz von Königsborns Südosten: Eine helle Insel anstelle eines „grauen Riesen“.

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