„Wir für Unna“ berät über eine Kandidatur bei der Kommunalwahl 2020

dzAuf Vorschlag der SPD

Die Stimmzettel der Kommunalwahl könnten 2020 nochmals länger werden. „Wir für Unna“ will tatsächlich über eine eigene Kandidatur beraten – allein der SPD zuliebe.

Unna

, 11.10.2019, 10:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

SPD-Parteichef Sebastian Laaser hatte angedeutet, dass die drei jüngsten Austritte aus der Ratsfraktion in dieser Häufung vielleicht kein Zufall seien. Spekulationen gehen dahin, dass die Abtrünnigen aus der SPD zur Kommunalwahl 2020 mit einer neuen Gruppierung antreten könnten, und in diesem Zusammenhang taucht immer wieder auch der Hinweis auf den Bürgerverein „Wir für Unna“ auf.

Dessen Vorsitzende Margarethe Strathoff hört über sich selbst Gerüchte, sie sei bereits aus der SPD ausgetreten – was die Kreistagspolitikerin allerdings energisch dementiert. Gedankenspiele bei ihren Parteifreunden in Unna, dass die Fraktionsaustritte im Unnaer Stadtrat vielleicht aus dem Hintergrund koordiniert sein könnten, begegnet Strathoff nun aber mit einer überraschenden Ankündigung: Sie wolle den Gedanken nun aufgreifen und mit ihren Mitstreitern im Verein diskutieren.

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„Auf diesem Wege möchte ich auch Herrn Dreisbusch und Herrn Laaser darüber informieren, dass ich bei meiner nächsten Mitgliederversammlung ihre Ideen und Vermutungen unterbreiten werde. Sollten wir uns hierzu entschließen, werden wir uns um die formalen Dinge kümmern und uns entsprechend über die hiesige Presse mitteilen“, schreibt Strathoff in einer Mitteilung.

Strathoff: Wir sind kein Fußballclub und kaufen keine Spieler ein

Allerdings hat der Grundton ihres Schreibens auch etwas Ironisches. „Wir für Unna“ sei kein Fußballclub und kaufe daher auch keine Spieler am Transfermarkt ein, stellt Strathoff klar. Zugleich stehe es jedem Bürger in Unna frei, sich in dem Verein zu engagieren. „Für konstruktive Mitarbeit für Unna sind wir offen und wir legen großen Wert auf das Miteinander“, so Strathoff.

„Wir für Unna“ ist Anfang 2018 gegründet worden. Der Verein will sich parteiübergreifend für Belange des Gemeinwohls in der Stadt einsetzen. Dafür nutzt er durchaus Instrumente der Lokalpolitik. So hat „Wir für Unna“ bereits mehrere Anträge ans Rathaus gestellt, die im Rat der Stadt behandelt wurden.

Die Vorsitzende Margarethe Strathoff gehört der SPD an, zählt aber zum Kreis derer, die in den vergangenen Jahren eine kritische Haltung zu den führenden Funktionären eingenommen hatten und damit angeeckt sind. Die zuletzt aus der Ratsfraktion ausgetretene Ingrid Kroll ist eine enge Vertraute Strathoffs. Ebenfalls Mitglied im Vorstand von „Wir für Unna“ ist zudem auch Christoph Tetzner. Der partei- und fraktionslose Ratsherr müsste sich ebenfalls eine neue politische Heimat suchen, wenn er seine Arbeit über 2020 hinaus fortsetzen will.

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