Willkommene Beruhigung oder sinnlos? Tempo 30 zum Lärmschutz bleibt umstritten

dzTempolimits

Die einen begrüßen die Veränderung, andere wollen sie rückgängig machen. Tempo 30 zur Lärmreduzierung bleibt in Unna umstritten und damit auch ein Thema für den Stadtrat.

Unna

, 14.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Seitdem auf der Friedrich-Ebert-Straße wie auf zwei Straßen in Massen und einem Stück der Iserlohner Straße Tempo 30 gilt, habe sich das Verkehrsgeschehen beruhigt, der Lärm habe abgenommen. Diese Rückmeldung erhielt der im Stadtrat für Verkehrspolitik zuständige SPD-Ratsherr Ralph Bürger vor Kurzem erst von Anwohnern aus Königsborn. Und weiter: Gefahrensituationen bei Ein- und Ausfahrten vom Grundstück auf die Straße hätten abgenommen, Radfahrer benutzten mehr als bisher den markierten Radweg anstelle des Gehwegs. Diese Anwohner begrüßten die Veränderung, wie Ralph Bürger unserer Redaktion mitteilte. Er selbst rechnete vor, dass auf der nun durch Tempo 30 beruhigten Friedrich-Ebert-Straße der Zeitverlust bei insgesamt 50 Sekunden liege, wenn sich Fahrer an die neuen Tempolimits halten.

Doch nicht alle sehen die „30“ positiv. Der Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung in Unna beschäftigt sich Ende Juni mit einem Antrag auf „Neubewertung der Situation“: Ein Unnaer fordert, Tempolimits auf die Bereiche vor Kindergärten oder Seniorenheimen zu beschränken. Er hält Tempo 30 zum Lärmschutz nicht für sinnvoll und nicht für vereinbar mit der Aufgabe von Hauptverkehrsstraßen. Der Fachausschuss berät darüber öffentlich am 25. Juni um 17 Uhr im Ratssaal.

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