Wieder Ärger mit der Post in Unna: Postlagerung klappte nicht

dzPost-Ärger

Ein überquellender Briefkasten ist Einladung für Einbrecher. Genau das wollte ein Königsborner während seines Urlaubs vermeiden und beantragte Postlagerung. Doch die Post stellte weiter zu.

Königsborn

, 16.11.2018, 16:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Die Post wurde durchgängig zugestellt.“ – Was eigentlich positiv ist, ärgerte einen Anwohner der Gabelsberger Straße jetzt massiv. Denn er weilte für neun Tage im Urlaub und hatte für diesen Zeitraum eine sogenannte „Postlagerung“ bei der Deutschen Post beantragt. Bei diesem Service wird die Post, die in dem genannten Zeitraum für den Kunden eintrifft, gelagert, bis er wieder zurück ist und erst dann zugestellt. Eigentlich.

Denn an der Adresse des Königsborners an der Gabelsberger Straße trafen weiterhin Briefe ein und verstopften gut sichtbar seinen Briefkasten. Ein Anblick, den der Königsborner bewusst vermeiden wollte, um keinen Hinweis auf seine Abwesenheit zu geben.

Briefkasten quoll über

„Dass ein überquellender Briefkasten wie eine Einladung für Einbrecher ist, ist ja bekannt. Genau deswegen wollte ich den Eindruck vermeiden, das Haus stehe leer“, sagt der Königsborner. Also buchte er die Postlagerung und bezahlte 9,90 Euro – eine Summe, die die Post für einen Zeitraum von vier Wochen berechnet, in denen sie ankommende Brief zurückhält und lagert.

„Ich war zwar nur neun Tage abwesend, aber die vier Wochen sind der geringste Zeitraum, den man für die Postlagerung auswählen kann“, sagt der Königsborner. Das wäre für ihn auch in Ordnung gewesen – wenn denn die Post tatsächlich nicht zugestellt worden wäre.

Doch mitten im Urlaub erhielt einen Anruf eines Bekannten: „Dein Briefkasten quillt über.“ Ein Zustand, der eigentlich nicht hätte eintreten dürfen, war die Zustellung doch abbestellt worden. Verwundert rief der Königsborner den „Kundenservice Brief“ der Deutschen Post an.

Dort erhielt er die Zusage, dass ihm die 9,90 Euro erstattet würden. Das war am 27. Oktober. Als am 13. November, zwei Wochen nach dem Gespräch mit dem Kundenservice, der Betrag noch nicht erstattet worden war, rief der Königsborner erneut beim Kundenservice an. „Da habe ich dann alles noch mal erzählt und gefragt, wann denn das Geld erstattet würde. Dann wurde ich plötzlich weggedrückt und landete nach einer Weile Warteschleife beim Kundenservice von DHL“, schildert er sein zweites Telefonat mit der Post.

„Die Post hat eine Leistung nicht erbracht, für die ich bezahlt habe, also muss ich dafür mein Geld zurückbekommen.“
Der verärgerte Postkunde aus Königsborn

Der Mitarbeiter, den er nun am Telefon hatte, hörte sich sein Anliegen an und sagte dann nach Aussage des Königsborners, dass er ihn an die Kulanz-Abteilung verbinden würde. Das ärgert den Königsborner: „Was hat das denn mit Kulanz zu tun? Die Post hat eine Leistung nicht erbracht, für die ich bezahlt habe, also muss ich dafür mein Geld zurückbekommen.“

Eine am Mittwochvormittag gestellte Anfrage unserer Redaktion bei der Pressestelle der Deutschen Post mit Bitte um Stellungnahme zu diesem Vorfall blieb bis Freitag unbeantwortet.

Der Königsborner Postkunde hat mittlerweile nicht nur eine Beschwerde per Brief an die Post auf den Weg gebracht, sondern erwägt auch rechtliche Schritte. Zumal er schon seit längerem über die unregelmäßige Post-Zustellung an der Gabelsberger Straße verärgert ist: „Seitdem vor zwei Jahren der altbekannte Zusteller in den Ruhestand gegangen ist, sind ständig wechselnde Zusteller hier und es gibt immer wieder Zustellungsprobleme“, berichtet er – ein Phänomen, das auch an anderen Stellen im Unnaer Stadtgebiet immer wieder auftritt.

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