Wie die Händler auf dem Wochenmarkt in Unna mit der Hitze umgehen

dzHitze

32 Grad und knallende Sonne: Angesichts dieser Temperaturen bleibt der Wochenmarkt in Unna am Dienstag ziemlich leer.

Unna

, 25.06.2019, 11:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um 5 Uhr war es noch halbwegs angenehm: Als Laslo Heyden am frühen Dienstagmorgen auf dem Alten Markt vorfuhr, waren es 21 Grad. „Das ist natürlich angenehm“, sagt der Gemüsehändler aus Recklinghausen, „aber dass das nicht so bleiben würde, war klar.“ Um kurz nach elf Uhr sind es an diesem Hitze-Dienstag rund 30 Grad unter dem Vorzelt des Gemüsestandes. Angenehmes Arbeiten sieht anders aus.

Viele Händler sagen wegen der Hitze ab

Tatsächlich ist der Wochenmarkt an diesem Dienstag nur spärlich mit Marktständen besetzt. Mitten auf dem Platz, dort, wo die pralle Sonne aufs Pflaster scheint, ist die Lücke besonders groß. „Es haben einige Händler abgesagt“, bestätigt Daniela Guidara vom Stadtmarketing Unna, das den Wochenmarkt verantwortet. Die individuellen Gründe dafür seien verschieden, aber die Hitze spiele natürlich eine Rolle.

Wie die Händler auf dem Wochenmarkt in Unna mit der Hitze umgehen

Auffallende Leere: Viele Händler haben angesichts der Hitze ihre Teilnahme am Wochenmarkt am Dienstag abgesagt. © Anna Gemünd

Auffallend: Es sind vor allem die Fleisch-, Käse- und Fischstände, die in der Hitze fehlen. Gemüsehändler Laslo Heyden wundert das nicht: „Das ist natürlich eine Frage der Kühlung. Wenn ich bei diesen Außentemepraturen die waren dauerhaft auf sieben Grad runterkühlen muss, ist das heftig.“ Mit seinem Gemüse- und Obstangebot hat er es da wesentlich einfacher – doch auch er hat erst überlegt, ob er heute wirklich nach Unna fährt.

Wassermelone und Beeren verkaufen sich bei Hitze am besten

„Bei diesen Temperaturen kommen nicht viele Kunden, da wägst du schon ab, ob es sich lohnt. Andererseits sind wir ab der nächsten Woche im Urlaub und wenn man dann so lange nicht da ist, dann läuft man natürlich auch Gefahr, Kunden zu verlieren“, sagt Heyden. Also steht er trotz der Hitze unter dem Dach seines Standes, trinkt viel Wasser und hofft trotzdem auf viele Kunden – „denn wenn man arbeitet, geht die Zeit schneller rum.“

Und was kaufen die Kunden, die trotz der Hitze kommen? „Ideal bei dem Wetter sind natürlich Wassermelonen und Beeren. Die direkt aus dem Kühlschrank essen – das tut bei der Hitze gut.“ Heydens ganz persönlicher Tipp für ein leichtes Sommeresen: Rucolasalat. „Der ist zwar kräftig im Geschmack, aber trotzdem leicht – also bei den Temperaturen eine gute Wahl.“ Den Salat hat er natürlich im Sortiment- und auch einen Ratschlag parat, für alle, die Sorge haben, ob Salat, gemüse und Co. nach dem Wochenmarkteinkauf in der Hitze schnell „schlapp machen“: „Alles, was ich heute frisch auf dem Markt kaufe, sollte so schnell wie möglich ins Kühle.“

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