Widerstand gegen Lkw-Parkplatz Afferde ist „vehement“ aber chancenlos

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Einen Lkw-Rastplatz an der A1 will in Unna kaum jemand haben. Besonders groß ist der Widerstand in Afferde. Aber das Projekt wird sich kaum verhindern lassen.

Afferde

, 28.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Planungen für einen Lkw-Rastplatz an der A1 in Höhe Afferde stoßen in Unna auf Widerstand. An den entscheidenden Stellen wird das aber kaum eine Wirkung haben. Die Autobahnplaner ziehen ihr Projekt durch.

„Wir wehren uns vehement“, erklärte Andrea Flessenkämper (SPD), Ortsvorsteherin von Afferde, kürzlich im städtischen Bauausschuss. In ihrem Ortsteil soll der Parkplatz für 50 bis 60 Lastwagen gebaut werden, an der westlichen Seite der Autobahn, gegenüber von Woolworth. Flessenkämper geht von einer erheblichen Mehrbelastung für Anwohner und Natur aus. Der Ortsteil sei ohnehin schon belastet, geteilt durch die A1 und gebeutelt vom Fluglärm. Im Ausschuss kritisierte sie, dass die Afferder bisher nicht in die Planungen einbezogen worden seien.

Ein Vertreter der Firma Deges, die den Parkplatz mit Toilette plant, berichtete, Gespräche mit dem Landwirt, der die Fläche neben der Autobahn abtreten soll, liefen bereits seit zwei Jahren.

Und der Planer bestätigte indirekt, dass die Einflussmöglchkeiten aus Unna gering sind. Eine Entscheidung über den Bau der Anlage werde letztlich das neue Fernstraßenbundesamt fällen, sagte er. Die Stadt Unna soll lediglich als Träger öffentlicher Belange am Planungsverfahren beteiligt werden.

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