Arbeiten unter Zeitdruck für die Rutschpartie am Rathaus

dzWheel-Sliding-Contest

Ein nasser Spaß ist der Wheel-Sliding-Contest, den die Evangelische Jugend am Sonntag am Rathaus anbietet. Samstag bereiteten die Jugendlichen und Mitarbeiter der LÜSA alles dafür vor.

von Sebastian Pähler

Unna

, 24.08.2019, 20:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein paar Planen an einem Gefälle, Wasser und die namensgebenden Reifen, damit währe es eigentlich schon getan, um eine Wheel-Sliding-Bahn zu errichten. Und genau so hat die Strecke im ersten Jahr auch ausgesehen, als die Evangelische Jugend sie noch an der Platanenallee aufgebaut hatte. Doch das Konstrukt, das am Samstag vor dem Rathaus aufgebaut wurde, kann bedeutend mehr. „Die war eigentlich als Bremse gedacht, die nie genutzt wurde, weil es da nicht genügend Gefälle gab“, erinnerte sich Carmen Lange von der LÜSA.

Arbeiten unter Zeitdruck für die Rutschpartie am Rathaus

Zunächst heißt es, die großen Teile abzulegen. Über das Jahr wurde die Bahn bei der LÜSA gelagert. © Sebastian Pähler

Die Bahn war in der Holzwerkstatt des „Langzeit Übergangs- und Sitzungsangebots“ für Drogenkranke konzipiert und gebaut worden. „Das sind Erfahrungswerte, die da einfließen“, berichtete Oliver Kalis. Er hat viel Zeit mit der Arbeit an der Rutschbahn verbracht und koordinierte auch die Arbeiten am Samstag.

„Jedes Jahr haben wir was daran verändert, aber so wie sie jetzt ist, funktioniert sie und so lassen wir sie jetzt“, stellte Kalis zufrieden fest. So wurde die Bahn etwa durch eine Rampe am Ende ergänzt, die die Teilnehmer abbremst, anstatt mit voller Wucht in das Polster zu schlagen.

Arbeiten unter Zeitdruck für die Rutschpartie am Rathaus

Die Schräge am Ende ist keine "Startrampe". Sie bremst die Teilnehmer ab, damit sie nicht mit voller Wucht in die Matte knallen. © Sebastian Pähler

Alle Einzelteile in einem Riesenbaukasten

Am Samstagmorgen startete der Aufbau neben dem Rathaus mit der Anlieferung der Bahn, die von der LÜSA in einer angemieteten Garage gelagert wird. Zunächst wurden die Einzelteile nacheinander neben dem Rathaus ausgelegt, um zu sehen, ob auch alles da und in Ordnung ist.

Arbeiten unter Zeitdruck für die Rutschpartie am Rathaus

Einige Teile tragen negative Zahlen. Da die Bahn immer wieder erweitert wurde, musste man in den Minus-Bereich gehen, um klar zu machen an welches Ende die neuen Elemente gehören. © Sebastian Pähler

Vereinfacht wurde das durch die Nummerierung der Teile, und vorgefertigte Aussparungen, die das ganze Konstrukt zu einem riesigen Baukasten machen. Klienten und Mitarbeiter der Lüsa packten mit an, um die Einzelteile schließlich zusammen zu fügen. Unterdes waren rund 35 Jugendliche damit beschäftigt, die Stände rund um die Hauptattraktion aufzubauen.

Immer wieder wurde beim Zusammenbau der Wheel-Sliding-Anlage mit Zollstock und Wasserwaage Maß genommen, damit am Ende alles grade ist und sich das Wasser nirgendwo ungewollt sammelt oder verabschiedet.

Arbeiten unter Zeitdruck für die Rutschpartie am Rathaus

Das ordentliche Verlegen der Folie ist am wichtigsten. © Sebastian Pähler

Schließlich wurden die Planen in die Elemente der 30 Meter langen Konstruktion eingearbeitet. Dabei wurde ein Teil der Plane immer unter ein Element geklemmt und der Spalt schließlich von der Plane darüber überdeckt. „Es ist wichtig, dass die Folie faltenfrei übereinander liegt“, erläuterte Oliver Kalis, „weil die Reifen sonst später nicht die Geschwindigkeit erreichen, die man sich wünscht“.

Am Ende der Bahn sorgten vier große, Wassertanks in Gitterboxen dafür, das alles an Ort und Stelle bleibt. Wasser braucht man für die Attraktion ja ohnehin. Ein nahegelegener Hydrant wurde hier als Quelle genutzt. Nach gut vier Stunden konnte dieser schließlich aufgedreht, und die Wheel-Sliding-Bahn in Betrieb genommen werden.

Arbeiten unter Zeitdruck für die Rutschpartie am Rathaus

Die Reifen sind schon da, sobald das Wasser läuft, kann es los gehen. © Sebastian Pähler

Erstmals auch am Samstag

Ein bisschen unter Zeitdruck operierten die Helfer in diesem Jahr, denn während bisher der Wheel-Sliding-Contest erst am folgenden Sonntag durchgeführt wurde, begann man diesmal schon am Samstag mit einem Wettbewerb für Mannschaften. „Die Idee hatten wir schon länger, und diesmal haben wir sie dann umgesetzt, erläuterte Organisator Sebastian Tölke von der Evangelischen Jugend.

Denn der Wettbewerb, der am Sonntag ab 11 Uhr startet, ist mehr zum Familienfest geworden. „Das ist auch gut so. Daran wollen wir nichts ändern, aber wir wollten auch wieder mehr für Jugendliche und junge Erwachsene machen“, so Tölke. Auch eine Mannschaft aus Pastoren und des Ton e.V. nahmen dabei teil.

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