WhatsApp-Betrug Warum die Täter kaum ermittelt werden können

Freier Mitarbeiter
Fake Shop
Wütend über Lug und Betrug im Internet: Waldemar Pache zahlte für Kaminholz, das nie geliefert wurde. Bei einer Trick-Message war er erfolgreicher und konnte den Betrüger lange hinhalten. Die Polizei stellte das Verfahren trotzdem ein. © Stefan Reimet
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Mehrfach ist der Mühlhausener Waldemar Pache wie berichtet Opfer oder beinahe Opfer von Betrügern geworden. Während er dem Betrug durch einen Online-Fake-Shop für Kaminholz aufsaß, hatte er einen WhatsApp-Betrug sofort erkannt. In der Hoffnung, den Täter stellen zu können, wendete er sich während des Chats mit seinem Betrüger an die Polizei in Unna. Die erklärt nun, warum sie Waldemar Pache nicht helfen konnte.

„Man meint, ihn zu packen und hat ihn doch nicht am Schlafittchen“, so Polizeisprecher Bernd Pentrop. Zwar hatte Waldemar Pache ein Mobilfunknummer des Betrügers, mit dem er in Kontakt blieb. So gut wie ohne Aussicht sei die technische Rückverfolgung der Rufnummer jedoch laut Polizei.

Fälschungsprogramme verändern die Nummer

Denn Fälschungsprogramme verändern die Nummern. „Auch die genannte Bankverbindung, die die Betrüger zur Zahlung angeben, ist kein Identifikationsmerkmal“, erklärt Pentrop weiter. Die Daten seien meist geklaut und

noch nicht als Verlust gemeldet. Die Polizei empfiehlt daher, sich auf längere Gespräche oder Kontakte gar nicht einzulassen.

Mit einer Aufklärung des Falls aus der Situation heraus, sei meist nicht zu rechnen. Zeitgleich zum Kontakt überwache die andere Seite nämlich ebenfalls die Aktivitäten und breche die Verbindung im Zweifel rasch ab. Zur Anzeige sollten die Fälle hingegen immer gebracht werden, rät Bernd Pentrop.