Waldstadion scheint gerettet, Sportplatz Alte Heide nicht

dzSportkompromiss in Unna

Billmerichs Fußballer dürfen wieder auf eine Zukunft im eigenen Ort hoffen: In der Diskussion um das Waldstadion vollzieht die Stadtverwaltung eine Wende. Ein Vorschlag für die nächste Sitzung des Sportausschusses könnte die Spielstätte von Blau-Rot Billmerich dauerhaft sichern.

Unna

, 05.10.2018, 13:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den Platz in Alte Heide dagegen gibt es weiterhin wenig Hoffnung: Dort will die Stadt an ihren Schließungsplänen festhalten und sie zum 30. Juni 2019 umsetzen.

Noch ist es nur ein Verwaltungsvorschlag, über den am Ende die Politik zu befinden hat. Sie setzt die Beratung am kommenden Mittwoch im Sportausschuss fort; die Sitzung ist öffentlich. Hoffnung für Billmerich ist allerdings begründet: Die Aufgabe von Sportplätzen war von der Stadtverwaltung als Beitrag zur notwendigen Haushaltssanierung angeregt worden. Wenn es nun wiederum die Verwaltung ist, die den Erhalt des Platzes zumindest in Billmerich darstellen kann, scheint eine andere Diskussionsgrundlage im Raum zu stehen.

Die Stadt zieht offenbar in Betracht, das zurzeit bei einem Privateigentümer angepachtete Grundstück des eigentlichen Sportplatzes in Billmerich zu kaufen, um dann ihrerseits einen Pachtvertrag mit dem Verein abzuschließen. Das Rathaus kalkuliert Kosten von 47.000 Euro für den Ankauf der Fläche, für die es bislang jährlich 4.158,91 Euro an Pacht gezahlt hat.

Der neue Vertrag mit dem Verein könnte bis 2029 laufen und die Nutzung von Sportplatz und Vereinsheim regeln. Vertragsdetails sind noch nicht bekannt. Der Verein hatte sich in der Diskussion aufgeschlossen gezeigt, sich selbst an der Finanzierung des Geländes zu beteiligen. Für Unna wäre dies jedoch eine Abkehr vom Grundsatz, die Vereine von Nutzungsentgelten für ihre Sportstätten freizuhalten.

38.000 Einsparung im Jahr

Die letzten Fußballer aus Alte Heide müssen sich derweil mit dem Gedanken an einen Umzug anfreunden. Dass die Verwaltung im Norden der Stadt an ihrer Schließungsabsicht festhält, ist einer geringeren Auslastung des Stadions dort geschuldet. Ein Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt hatte mit einem Kennzahlenvergleich dargelegt, dass Unna zu viele Sportflächen habe. In Alte Heide spiele seit diesem Sommer nur noch eine Seniorenmannschaft, und nach statistischen Daten des Landessportbundes sei auch künftig nicht mit einem akzeptablen Auslastungsgrad zu rechnen. Mit der Aufgabe der Sportstätte würden sich Einsparungen von durchschnittlich 38.000 Euro pro Jahr ergeben, rechnet die Stadt vor. Zudem könne die Liegenschaft über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises als Gewerbefläche verkauft werden. Davon betroffen wäre außer den Sportlern auch der Bürgerverein Alte Heide. Er wollte das Vereinsheim der Anlage als Treffpunkt für die Bürger erhalten.

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