Voting: Hoffnung auf Förderung im MINT-Bereich bei zwei Kitas aus Unna

dzKindergärten

Sie gehören zu den 20 Finalisten im Rennen um eine Förderung durch die Dr.-Hans-Riegel-Stiftung: Die Kita Dürerstraße und die Hellweg-Kinderstätte Unna haben Besuch von der Jury bekommen.

Unna

, 10.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit Mitte Juni steht fest, dass die Kita Dürerstraße und die Hellweg-Kinderstätte Unna hoffen dürfen, drei Jahre lang gefördert zu werden. Die Dr.-Hans-Riegel-Stiftung will vor allem Einrichtungen von kleinen Trägern im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) unterstützen.

Die Stiftung hat nicht nur jeweils 10.000 Euro für fünf Kitas ausgelobt, sondern will auch zur Qualifizierung und Entlastung des Personals in den Einrichtungen beitragen. Rund 90 Kindergärten aus ganz Deutschland haben sich für das Förderprogramm „Forscher-Füchse“ beworben.

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Die beiden Einrichtungen aus Unna bekamen am 10. Juli Besuch von Stiftungs-Mitarbeiterin Annika Zimdars und Jurymitglied Katja Wegner-Hens, die zugleich Bundeselternsprecherin ist.

„Es geht uns vor allem darum, die Kita kennenzulernen und in den Austausch darüber zu kommen, was die Kita schon macht und was sie sich wünscht“, erklärte Annika Zimdars beim Besuch der Kita Dürerstraße.

Wasser-Sand-Baustelle als Wunsch

Was die Kita dort sich wünscht, kann die Leiterin Petra Sippel klar sagen: „Wir hätten gerne eine Wasser-Sand-Baustelle und Unterstützung durch externe Mitarbeiter.“ Auch Fortbildungen und eine weitere Vernetzung sind gewünscht.

Neben Petra Sippel suchten auch Kita-Vorstand Christopher Mai, die Erzieherin Sabrina Diekfelder und Annika Rienhoff vom Elternrat mit den Gästen ins Gespräch. Sie alle wissen, dass sich die Arbeit von Kindergärten im Wandel befindet.

Das Thema Bildung gewinnt immer mehr an Bedeutung, es geht nicht mehr wie in früheren Zeiten vor allem um eine reine Betreuung. Das hat auch die Stiftung erkannt, die auf Dr. Hans Riegel zurückgeht.

Stiftung setzt sich für Bildung ein

Dr. Hans Riegel jun. war gemeinsam mit seinem Bruder Paul ab 1946 Geschäftsführer des Süßwarenkonzerns Haribo, den sein Vater Hans 1922 gegründet hatte. „Das Thema Bildung war ihm immer wichtig“, weiß Annika Zimdars.

Kein Wunder, dass auch die Stiftung diese Ziele verfolgt. Schon seit 2006 verleiht sie gemeinsam mit der Universität Bonn die Dr.-Hans-Riegel-Fachpreise an Schulen. „Die Kitas fehlten noch als Teil der Bildungskette“, erklärt Annika Zimdars.

Abstimmung

Kitas hoffen auf viele Stimmen

  • Wer die Kitas unterstützen möchte, kann im Internet für sie abstimmen unter www.forscher-fuechse.de.
  • Jeder Teilnehmer kann einmal pro Tag für eine Einrichtung abstimmen.
  • Das Votingergebnis fließt zu einem kleineren Teil in die Entscheidung ein, die die Jury treffen wird.

Aufbauend auf eine erste Projekt-Kita, die 2017 in Bonn eröffnet wurde, l die Stiftung das Förderprogramm „Forscher-Füchse“. Sie will Kinder für den MINT-Bereich begeistern.

Tatsächlich sind die Kinder von der Dürerstraße kleine Forscher. Das bewiesen sie nicht nur, als sie sich mit dem Leben von Leihhühnern befassten. Auf der Außenfläche bauen sie auch Gemüse an. In der Kita selbst gibt es Experimentier-Bücher, die Erzieherinnen planen Forscher-Projekte.

Potenzial in Kitas nutzen

„Wir wollen vorhandenes Potenzial und die Bereitschaft zum Wandel nutzen, um mit den Kitas etwas zu bewegen“, erklärt Annika Zimdars. Mit dem Besuch in Unna hat die Stiftung nun neun Einrichtungen genauer unter die Lupe genommen.

Die Preise werden im November vergeben. Alle Finalisten werden dazu eingeladen. Nach einem Fachvortrag und Vernetzungsgesprächen folgt die feierliche Preisverleihung in der Kinder-Akademie Fulda, dem ersten eigenständigen Kindermuseum in Deutschland. Wer nicht zu den fünf glücklichen Gewinnern gehört, bekommt eine Förderung in Höhe von 500 Euro.

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