Volker König kündigt öffentliche Entschuldigung an

dzSPD-Fraktion

In der Unnaer SPD-Fraktion gibt es Zeichen der Entspannung. Im Streit mit Ratsfrau Ingrid Kroll räumt Fraktionschef Volker König Fehlverhalten ein. Er werde sich öffentlich entschuldigen.

Unna

, 02.11.2018, 16:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

König räumt ein, sich in einem Streitgespräch mit Kroll im Ton vergriffen zu haben. Seine Vehemenz und seine Emotionalität in diesem Gespräch seien übertrieben gewesen. Dafür werde er sich auch öffentlich entschuldigen. Zudem wolle er ein Gespräch mit Kroll suchen, um den Konflikt beizulegen. All dies soll möglichst noch in der kommenden Woche erfolgen.

In der Vorbesprechung der SPD-Fraktion vor der Ratssitzung am Mittwoch waren die anstehenden Sachfragen kein Thema mehr. Stattdessen ging es ausschließlich um den Streit zwischen König und Kroll. Nach einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 11. Oktober hatte es vor dem Ratssaal ein heftiges Wortgefecht zwischen den beiden gegeben. Anlass war, dass Kroll in der Sitzung überraschend gegen ihre Fraktion gestimmt hatte, als es um den Neubau einer Notunterkunft an der Kamener Straße ging. Kroll jedoch fühlte sich durch Königs Ansprache in der Ehre verletzt und warf ihm schließlich Machoverhalten vor.

Aussprache geplant

In der Fraktionssitzung am Mittwoch war Kroll nicht zugegen. Sie hatte zuvor erklärt, angesichts des gespannten Verhältnisses zum Fraktionsvorsitzenden nicht mehr daran teilzunehmen. So entschuldigte sich König zunächst vor den Anwesenden. Mit Ingrid Kroll selbst habe er ein kurzes Gespräch am Rande der Ratssitzung geführt. Man habe sich darauf verständigt, in der kommenden Woche einen Termin für eine Aussprache zu suchen. Zudem soll es eine Stellungnahme auf der Internetseite der Fraktion geben, deren Wortlaut er mit Ingrid Kroll abstimmen wolle, so König. Versöhnliche Worte schlug König bereits in der Ratssitzung an, als er erklärte, es könne von der SPD getragen werden, wenn Ingrid Kroll eine andere Position vertritt.

Eine Aussöhnung der beiden scheint dringend erforderlich, hatte der Konflikt in den zurückliegenden Tagen doch auch die Sacharbeit in der SPD beeinträchtigt. Der hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek, der zugleich Vorsitzender des SPD-Unterbezirks ist, hatte im Gespräch mit unserer Redaktion eine entsprechende Hoffnung ausgedrückt: „Ziel der SPD muss es sein, sich mit den Problemen der Menschen zu beschäftigen. Das gilt in Unna genauso wie in Berlin“, so Kaczmarek.

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