Völkerverständigung mit Spiel, Sport und Lady Hammer

dzSonntag auf dem Alten Markt

Gemeinsam aktiv sein, tanzen, essen und lachen, das ist die Idee hinter dem „Sportfest der Kulturen“ am Sonntag. Auch Boxweltmeisterin Christina Hammer ist eingeladen.

von Sebastian Pähler

Unna

, 19.09.2019, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem Paukenschlag startet der Kreissportbund (KSB) Unna sein neues Veranstaltungsformat „Sportfest der Kulturen“, das am Sonntag auf dem alten Markt in Unna Premiere feiert. Die mehrmalige Box-Weltmeisterin Christina Hammer wird das Fest rund um Sport, Integration und kulturelle Vielfalt als Ehrengast begleiten.

Getragen wird das Sportfest der Kulturen außerdem durch viele Kulturvereine aus dem Kreis und der Region, die eine vielseitige und kurzweilige Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Wochen versprechen.

Lady Hammer

Geboren in Kasachstan sei Christina „Lady“ Hammer selbst ein Beispiel für das, was der Kreissportbund mit dem Sportfest der Kulturen zum Ausdruck bringen möchte, erläuterte Klaus Stindt. Schließlich sei Sport ein „Motor der Integration“, so der KSB-Vorsitzende.

Hammer wurde 1990 in Nowodolinka, damals noch Teil der Sowjetunion, geboren. Ihre Eltern siedelten nach Deutschland über, wo Christina Hammer im Hessischen Sontra aufwuchs. Bereits mit 13 Jahren begann sie mit dem Boxen. Als Deutsche Junior-Meisterin wechselte sie mit 16 schließlich zum Profi-Trainer Dimitri Kirnos und begann in Dortmund ihre Karriere im Profi-Boxen. Mit 20 Jahren wurde sie jüngste WBO-Weltmeisterin und eroberte und hielt mehrfach die Weltmeistertitel verschiedener Boxverbände.

In 27 Profikämpfen siegte sie 26 Mal, davon 11 Mal durch K.O. und wurde international mehrfach als Boxerin des Jahres ausgezeichnet.

Beim Sportfest der Kulturen wird sie um 15 Uhr ein Interview geben und anschließend für Autogramme und Fotos bereitstehen.

Ein buntes Bühnen- und Mitmach-Programm

„Gemeinsam bewegen, tanzen, essen und lachen“ lautet die Grundidee des „Sportfest der Kulturen“, das am 22. September auf dem Alten Markt stattfindet. Los geht es um 12 Uhr mit der Eröffnung durch Schirmherr Michael Makiolla. Danach folgt ein vielseitiges Bühnenprogramm mit indischem Tanz, Tai Chi, Griechischer Musik, Türkischer Folklore und vielem mehr.

Vor dem Besuch von „Lady“ Hammer wird um 14 Uhr das BVB-Maskottchen Emma das Fest besuchen. Verschiedene Vereine und Institutionen, wie der Integrationsrat, Kitas und Sportvereine werden an Infoständen ihre Arbeit vorstellen. Verschiedene Vereine sorgen zudem für ein kulinarisches Angebot aus aller Welt. Ein Menschenkicker des Kommunalen Zentrums für Integration, internationale Spiele des Märkischen Berufskollegs und viele weitere Mitmach-Angebote bringen Bewegung für Groß und Klein auf den Markt.

Von langer Hand geplant

Die Idee zum Sportfest der Kulturen war im KSB über längere Zeit gewachsen. Inspiriert durch seine Erfahrungen beim „Sportfest der Welt“, bei dem er 1993 in der Bonner Rheinaue eine argentinische und eine schweizer Mannschaft betreute, wollte KSB-Geschäftsführer Matthias Hartmann eine ähnliche Veranstaltung mit einer Mischung aus Sport und der Begegnung vieler Kulturen in den Kreis bringen.

Damit das gelingen konnte, suchte man nach Förderern und Unterstützern für das Projekt. Unter anderem konnte man 14 Vereine und Institutionen gewinnen, die sich am Sonntag präsentieren werden.

Bei der Stadt Unna rannte man mit der Idee offene Türen ein, zumal das Konzept in die Interkulturellen Wochen passt. Ursprünglich war das Fest als Veranstaltung auf Haus Opherdicke gedacht, wo der KSB sein Büro hat. Schließlich wollte man aber den Aufwand für die Teilnehmer klein halten.

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