Nach Verwüstung von Bushaltestellen Polizei bestätigt Zeugenaussage zu Schusswaffengebrauch

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Auch die Scheiben der Bushaltestelle am Kreishaus in Unna wurden zerstört.
Auch die Scheiben der Bushaltestelle am Kreishaus wurden zerstört. © Marcel Drawe
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Nutzer des ÖPNV stießen zu Wochenbeginn in Unna und Holzwickede auf eine Spur der Verwüstung. Rund ein Dutzend Bushaltestellen war nach ersten Polizeiangaben mutwillig zerstört worden. Eine oder mehrere Zeugen gaben nun an, beobachtet zu haben, dass auf die Bushaltestellen aus einem Fahrzeug heraus geschossen worden sei. Das bestätigte die Polizei am Freitag auf Nachfrage.

Nicht bestätigen konnte Kriminalhauptkommissarin Vera Howanietz hingehen, dass an der Zeugenaussage etwas dran ist. Man gehe allen eingegangenen Hinweisen nach. Der bisherige Kenntnisstand der Polizei sei aber noch kein Thema für die Öffentlichkeit, denn dies könnte die weiteren Ermittlungen gefährden.

Auf welche Art und Weise die Scheiben der Bushaltestellen zertrümmert wurden, ob es sich um verschiedene Täter oder dieselben Täter handelt, ist also noch nicht abschließend geklärt. Fakt ist, dass es sich bei derartiger blinder Zerstörungswut keinesfalls um einen dummen Streich, sondern um eine teure Straftat handelt.

Wie der Referent des Bürgermeisters Niko Dahlhoff am Montag erklärte, kämen auf die Stadt womöglich Instandsetzungskosten im fünfstelligen Bereich zu.