Verkehrsbelastung an der Hertingerstraße: Einbahnstraße als Lösung?

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Wer als Fußgänger die Hertingerstraße kreuzen will, muss schon jetzt aufpassen: Das Verkehrsaufkommen ist enorm hoch. Mit der neuen Schule wird dies absehbar noch zunehmen. Aus den Reihen der Bürger kommt ein radikaler Vorschlag.

Unna

, 04.11.2019, 16:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Hertingerstraße werde man „keine Wunder vollbringen können“ – dies stellte Planungsdezernent Michael Ott bei der Bürgerversammlung zu den Bauplänen am Hertinger Tor ganz klar. Zu eng sind die Gegebenheiten rund um die viel befahrene Nord-Süd-Achse zwischen Verkehrsring und Bundesstraße. Trotzdem sollen auf der Hertingerstraße „Erweiterungen“ für den Bring- und Holverkehr zu der neuen Schule und dem Kindergarten am Hertinger Tor eingerichtet werden, um die Brockhausstraße zu entlasten.

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„Wir werden versuchen, den Verkehr zur Schule an der Hertingerstraße abzufangen, damit die Fahrzeuge nicht alle in die Brockhausstraße fahren“, sagte Ott. Doch bietet die Hertingerstraße dafür überhaupt genügend Platz? Ott selbst sprach von „begrenzten“ Möglichkeiten, die die Hertingerstraße für eine Fahrbahnveränderung biete. Der Grund: Die Fahrbahn ist schmal; so schmal, dass der für Fahrräder vorgesehene Schutzstreifen tatsächlich nur auf der stadtauswärts führenden Seite eingerichtet wurde. „Wie soll das denn noch funktionieren, wenn dort noch mehr Autos lang fahren als bisher?“, fragte eine Anwohner in der Bürgerversammlung und machte gleich einen Vorschlag: „Vielleicht müsste man die Hertingerstraße zur Einbahnstraße machen.“

Das Verkehrskonzept für den Bereich rund um das Hertinger Tor soll im Frühjahr vorgestellt werden – Details, wie die Situation dort konkret entlastet wird, gibt es also erst dann. Doch Ott versicherte den zahlreichen Bürgern auf der Bürgerversammlung: „Im Grundsatz wird es funktionieren, das kann ich Ihnen sagen.“

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Ganz unabhängig davon, welche Lösungen die Stadtverwaltung für die Hertingerstraße plant, stellen sich viele Bürger die Frage, was mit den Bäumen entlang der Hertingerstraße passiert. Denn im südlichen Bereich – und damit auch auf Höhe der geplanten „Erweiterung“ für den Bring- und Holverkehr – stehen auf beiden Seiten der Fahrbahn Bäume. „Das sind schon beachtliche Bäume. Da müssen wir schauen, ob wir diese erhalten können“, sagt Ott zum jetzigen Zeitpunkt.

Mehrere Bürger forderten unterdessen, dass die Ratsmitglieder einen Antrag an den Rat stellen sollten – mit der Forderung, dass der Bebauungsplan für den Bereich am Hertinger Tor erst dann aufgestellt werde, wenn das Verkehrskonzept stehe. „Nur so können wir doch Chaos vermeiden und unsere Kinder schützen“, meinte ein Anwohner.

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