Mehr Sicherheit für Schüler: Rund um die Schillerschule warnen jetzt Piktogramme

dzVerkehr

Es ist ein erster Schritt hin zu mehr Sicherheit für Massens Schüler: An der Bismarck- und der Mittelstraße zieren seit kurzem Piktogramme die Fahrbahn. Sie sollen die Autofahrer für den starken Schülerverkehr sensibilisieren.

Massen

, 12.08.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Hoffnungen in Massen waren groß, als Anfang Juli mehrere Eltern Bürgermeister Werner Kolter eine Petition überreichten, mit der sie einen Zebrastreifen für die Bismarck- und die Mittelstraße forderten. Jetzt gibt es eine erste sichtbare Reaktion.

Jetzt lesen

Zwei Piktogramme, die Fußgänger in einem Warndreieck symbolisieren, sind auf der Mittel- und der Bismarckstraße aufgemalt. Die Hoffnung: Sie erinnern die Autofahrer daran, dass hier täglich zahlreiche Schüler die beiden Straßen kreuzen. Mit der Hellweg-Realschule und der Schillerschule befinden sich gleich zwei Schulen in diesem Bereich – entsprechend groß ist der Schülerverkehr.

Im April war ein sechsjähriger Grundschüler auf der Bismarckstraße von einem Auto erfasst worden, als er die Straße kreuzen wollte. Der Unfall war für viele Eltern, Lehrer aber auch die Polizei symptomatisch für die gefährliche Verkehrssituation an den beiden Straßen. Viel zu schnell würden die Autofahrer auf beiden Straßen fahren, obwohl hier Tempo 30 gelte; ein sicheres Überqueren der Straßen sei vor allem für die Grundschüler kaum möglich.

Jetzt lesen

Einen Zebrastreifen, wie ihn die Eltern am liebsten gesehen hätten, gibt es nun nicht, wohl aber die Piktogramme. Sie sind das Ergebnis eines Ortstermins, den der Beigeordnete Dirk Wigant und Ordnungs-Bereichsleiter Peter Niewrzedowski kurz nach der Übergabe der Eltern-Petition in Massen vornahmen.

„Wir hoffen, dass diese Piktogramme dazu beitragen, dass die Autofahrer hier bewusst auf Schulkinder achten und entsprechend vorsichtig fahren“, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld zu der Maßnahme, die kurz vor Ferienende durchgeführt wurde.

Dass auf die Piktogramme ein Zebrastreifen folgt – diese Hoffnung sollten die Eltern allerdings nicht unbedingt haben: Die Einrichtung einer solchen Querungshilfe ist in Bereichen, in denen eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern gilt, nur schwer durchzusetzen.

Verkehrszählung nach den Ferien

Dennoch wird die Stadt nach den Sommerferien wie angekündigt an Bismarck- und Mittelstraße eine Verkehrszählung durchführen lassen. Auf diese Weise soll der tatsächliche Auto- und Schülerverkehr und damit auch der Bedarf an Verkehrsberuhigung in diesem Bereich ermittelt werden.

Massens Ortsvorsteher Peter Kracht hofft unterdessen an einer weiteren Stelle auf eine Maßnahme für den sicheren Schülerverkehr: „Jetzt fehlt nur noch eine Querungshilfe an der Massener Bahnhofstraße für die Realschüler, die mit dem Zug aus Unna kommen“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Autofahrer, die an dieser Stelle aus dem Norden kämen, seien teilweise noch mit bis zu 70 Stundenkilometern unterwegs – eine Gefahr für die kreuzenden Schüler.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Arbeiten mit Holz

Grünholzwerken in der Jugendkunstschule Unna: Kinder nutzen uralte Techniken

Hellweger Anzeiger Stadtkirche

Auch der vierte Höllenhund liegt am Boden - Bald Steinmetz-Werkstatt auf dem Kirchplatz