Vereinsheim soll zum Bürgerhaus für Alte Heide werden

dzBürger wollen Abriss verhindern

Aus dem Vereinsheim des TuS Alte Heide soll ein Bürgerhaus für den Ortsteil werden – so der Wunsch des Bürgervereins Alte Heide. Die Pläne der Stadtverwaltung sehen bisher vor, das Grundstück des Vereinsheims zusammen mit dem angrenzenden Sportplatz zu vermarkten.

Unna

, 26.07.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bürgerverein Alte Heide plant, aus dem jetzigen Vereinsheim des TuS Alte Heide ein Bürgerhaus zu machen. Einen entsprechenden Antrag inklusive Konzept wollen die Mitglieder nach der Sommerpause stellen. Das 25 Jahre alte Vereinsheim könnte zu einem Treffpunkt vor allem für die Jugendlichen des Ortsteils werden.

„In Alte Heide fehlt ein Anlaufpunkt für junge Leute“, sagt Kevin Picker. Der 19-Jährige ist eines der jüngsten Mitglieder des Bürgervereins Alte Heide und sieht in dem Vereinsheim einen idealen Treffpunkt. „Man kann es von überall gut erreichen. Zur Zeit gibt es die nächsten Jugendtreffs in Königsborn oder Heeren. Zum Vereinsheim kommt man auch gut mit dem Fahrrad, das ist wichtig.“

Wie aus dem Vereinsheim des TuS Alte Heide ein Bürgerhaus werden könnte, darüber haben sich die Mitglieder des Bürgervereins und des TuS Alte Heide gemeinsam Gedanken gemacht. Auslöser waren die Pläne der Stadtverwaltung, im Zuge der Haushaltskonsolidierung den Fußballplatz Alte Heide sowie das Vereinsheim aufzugeben und die Grundstücke zu vermarkten. „Die Idee, ein Bürgerhaus für Alte Heide zu etablieren, haben wir schon länger“, sagt der Vorsitzende des Bürgervereins Alte Heide, Lionel Lach, „aber durch die Spardiskussion haben wir jetzt das Vereinsheim in den Blick genommen.“

Das Gebäude befinde sich in einem guten Zustand, betont Lach. Immer wieder habe der TuS Alte Heide investiert, um das Heim auf Vordermann zu bringen. „Zuletzt haben wir in den vergangenen Monaten den Kneipenraum renoviert, indem wir die alten Holzsitzbänke entfernt, neue Beleuchtung installiert und die Wände heller gestrichen haben“, sagt Tim Großeheilmann, Vorsitzender des TuS.

Vereinsheim soll zum Bürgerhaus für Alte Heide werden

Der Sportplatz wird sehr wahrscheinlich zur Gewerbefläche; was mit dem angrenzenden Grundstück, auf dem das Vereinsheim steht, passiert, ist noch unklar. © Marcel Drawe

Er macht sich keine Illusionen darüber, dass der Fußballplatz, auf dem zur Zeit noch die Erste Herrenmannschaft und das Altherren-Team trainieren, noch zu erhalten sei. „Wenn wir nicht noch irgendwoher zwei bis drei Mannschaften aus dem Hut zaubern, dann geht es hier nicht weiter“, meint er. Die komplette zweite Mannschaft ist bereits nach Heeren gegangen und bildet dort ein neues Team unter neuem Namen. Umso wichtiger sei es, das Vereinsheim nun weiter zu nutzen – für die Allgemeinheit. Anders als die Situation in Billmerich, wo das dortige Waldstadion ebenfalls zur Debatte steht, habe man in Alte Heide keine Pachtverträge mit der Stadt. „Das Heim gehört der Stadt und wir dürfen es nutzen, werden also quasi geduldet“, erklärt Großeheilmann die vergleichsweise schwächere Position der Fußballer aus Alte Heide.

Mit dem Umbau des Sportlerbereiches – der Kabinen und Sanitärräume – könne zusätzlich zu dem Kneipenraum ein weiterer Raum für Veranstaltungen entstehen“, erklärt Lionel Lach, in welche Richtung die Pläne des Bürgervereins gehen. „Unsere Lage hier ist ideal für Veranstaltungen: wir sind gut zu erreichen, man stört keine Nachbarn und die Anbindung an den Radweg ist auch vorhanden“, so Lach. Mit einem geplanten Spielplatz auf der Fläche hinter dem Heim könnte man das Umfeld auch attraktiver für Familien mit Kindern gestalten.

Doch noch sind die Pläne des Bürgervereins Zukunftsmusik. Die Entscheidung über die Aufgabe des Sportplatzes und des Vereinsheims wurde von der Politik vor der Sommerpause vertagt. Die Verwaltung wurde beauftragt, Gespräche mit den Vereinen aufzunehmen, die das Vereinsheim nutzen. Auf Einladung des Bürgervereins Alte Heide machte sich die Beigeordnete Kerstin Heidler zusammen mit Jugendamtsleiter Heinz-Dieter Edelkötter am Donnerstag ein Bild von dem Gebäude. Der Bürgerverein zeigt sich optimistisch: „Wir werden nun unser Konzept ausarbeiten und es nach der Sommerpause mit einem Antrag in den Rat bringen“, kündigt Lionel Lach an.

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