Väter und Kinder basteln Boote aus Luftpolsterfolie mit speziellem Luftballonantrieb

dzVater-Kind-Tag

Weil Väter im Alltag eher nicht so viel mit ihren Kindern basteln, sorgte die Kita Dürerstraße für Abwechslung. Beim Forschertag waren Geschick und Ideen gefragt - und obendrein Zeit füreinander.

von Yvonne Blaschke

Unna

, 26.01.2020, 14:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ob Boote aus Kork, Lauf-Dosen oder Spiegel-Spione - in der Kita Dürerstraße waren 23 Kinder und ihre Väter gleichermaßen kreativ. Die Einrichtung hatte im Zuge einer Fortbildung von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher" zum ersten Mal einen Vater-Kind-Forschertag veranstaltet.

An drei verschiedenen Stationen standen den Teilnehmern Anleitungen zur Verfügung, um aus Materialien wie Korken, Klopapierrollen, Papier oder Alufolie unterschiedliche Gerätschaften zu bauen. Kinder und Väter hatten gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, eigene Ideen auszuprobieren.

Selbstgebaute Boote wurden in der Wanne getestet

Vor allem bei den Booten waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Resultate bestanden mal aus Kork, Luftpolsterfolie oder leeren Plastikfläschchen und wiesen die unterschiedlichsten Segelformen auf. Eins der Boote besaß sogar einen richtigen Motor: statt einem Segel trieb ein Luftballon, der aufgeblasen wurde, das Boot an. Nach dem Basteln konnten die Kinder ihre Ergebnisse testen. Die Boote wurden in eine Wanne gesetzt, wo sie durch Anpusten der Segel fortbewegt werden konnten.

Mit den Spiegel-Spionen, auch bekannt als Periskope, spionierten die Kinder um Ecken und die Lauf-Dosen (kleine Rad-Konstruktionen, die man mit einem Stift und einem Gummiband aufziehen kann) wurden auf die Erde gestellt und fahren gelassen. Dabei hinterließ der Stift, der als Antrieb diente, eine Spur auf dem extra dafür mit Papier ausgelegten Boden.

Zuhause fehlen Zeit und Ideen zum Basteln

Die Aktion kam bei den Teilnehmern sehr gut an. Viele Väter erklärten, dass sie Zuhause nur selten zum Basteln kämen oder es dann an guten Ideen fehlte. Dass die Kinder gleichzeitig etwas lernen konnten, war ein willkommener Nebeneffekt. Außerdem bot die Aktion auch den Vätern, die sonst nur wenig miteinander in Kontakt kommen, einen Treffpunkt.

Zweiter Forschertag schon in Planung

Die Kita freute sich über die positive Rückmeldung. Sie waren auf die Idee eines Vater-Kind-Tages gekommen, da viele Väter unter der Woche nur wenig Zeit für ihre Kinder hatten. Die Nachfrage war allerdings höher gewesen als erwartet, daher musste etwa der Hälfte aller Interessenten, die sich im Voraus gemeldet hatten, abgesagt werden. Nun plant die Kita einen zweiten Termin, um auch den übrigen Vätern und ihren Kindern die Möglichkeit zu bieten, die tollen Erfahrungen aus der ersten Veranstaltung ebenfalls zu machen.

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