Unnas Staus sind auch eine Folge der Standortqualitäten

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Verkehr ist in Unna eine Belastung. In gewisser Weise ist er aber auch ein Preis, den die Stadt für ihre wirtschaftliche Bedeutung bezahlt. Denn die Nähe von A1, A2 und A44 gibt Unna eine zentrale Lage innerhalb des deutschen Autobahnetzes.

Unna

, 12.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von Unna aus ist man mit kurzer Anfahrt auf seiner „Zielautobahn“ in den Norde, Osten, Süden oder Westen. Und umgekehrt ist Unna entsprechend gut erreichbar.

Diese Erreichbarkeit ist ein starker Standortfaktor. Es ist kein Zufall, dass im Norden der Stadt, also nahe an der Autobahnauffahrt Kamen-Zentrum, viele Logistikhallen stehen und dass zum Beispien das Zentrallager der Karstadt-Logistik von DHL in Königsborn betrieben wird. Aber auch für Verkaufsstätten mit überörtlichem Einzugsgebiet wie Ikea im Kamen-Karree ist die gute Erreichbarkeit von Vorteil. Am Arbeitsmarkt ist Unna eher eine Einpendlerstadt, die Tag für Tag Werktätige aus dem Umland zu sich zieht.

All dies bringt aber Verkehr. Und die Belastung der Stadt dadurch ist zähl- und messbar. Auf der Autobahn A1 etwa fahren an einem normalen Wochentag 121.776 Autos vorbei – so hat es eine Dauerzählstelle zwischen den Anschlussstellen Unna und Kamen-Zentrum für das Jahr 2017 ermittelt. Für die untergeordnete Überlandverbindung von Unna über Kamen nach Bergkamen (B233) wurde zuletzt 2015 eine Verkehrszählung durchgeführt. Sie ergab einen Durchschnittswert von fast 16.000 Autos pro Tag an einer Zählstelle nahe des Interkommunalen Gewerbegebietes.

Solche Verkehrslasten bringen nicht nur Lärm und Abgase, sondern sie lasten auch die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes aus. Die Folge lässt sich mit einfachen Mitten „erfahren“: Zu Stoßzeiten braucht es oft erstaunlich lang, auf der Kamener Straße durch Königsborn zu kommen. Das liegt auch daran, dass Ampeln den fließenden Verkehr warten lassen.

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