Unnas SPD kürt Katja Schuon zur Bürgermeisterkandidatin

dzKommunalwahl 2020

Katja Schuon ist jetzt auch offiziell Bürgermeisterkandidatin der SPD Unna. Die Vertreter der Ortsvereine und der Jusos wählten sie am Sonntag mit sehr großer Mehrheit, aber nicht einstimmig.

Unna

, 08.12.2019, 12:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Katja Schuon war sichtlich gerührt, als sie nach ihrer Wahl nicht nur die Blumen von Sebastian Laaser entgegennahm, sondern auch die Parteivertreter stehend applaudierten. „Ich bin total geplättet von diesem Super-Ergebnis“, frohlockte die 45-Jährige, die nun auch offiziell Kandidatin der SPD für die Bürgermeisterwahl am 13. September 2020 ist.

Tatsächlich sprach sich eine sehr große Mehrheit der 56 Delegierten der acht Ortsvereine und der Jusos für Schuon aus. Bei 54 Ja-Stimmen gab es allerdings auch eine Nein-Stimme und eine Enthaltung. Ein ehrliches Ergebnis, das laut Stadtverbandschef Laaser „toller Rückenwind“ ist für den Wahlkampf.

Dass der nicht leicht wird, wissen Unnas Sozialdemokraten. Durchaus selbstkritisch, aber auch selbstbewusst will die SPD an ihrem zuletzt angekratzten Image arbeiten. „Das wird kein Spaziergang“, erklärten Sebastian Laaser und Katja Schuon unisono.

Kontakt

Katja Schuon lädt ein

Die SPD-Kandidatin für das Bürgermeisteramt lädt alle Bürger ein, Kontakt mit ihr aufzunehmen. Möglich ist das unter Tel. (0 23 03) 6 76 69 09, per E-Mail an info@katjaschuon.de sowie in den sozialen Netzwerken Instagram und Facebook.

Die einzige Bewerberin um das Amt der Bürgermeisterkandidatin überzeugte die Genossen nicht zuletzt mit einer engagierten Bewerbungsrede. „Leider sind die Gemeinsamkeiten gerade in der letzten Zeit bei uns in der öffentlichen Wahrnehmung eher nach hinten gerutscht. Seien wir ehrlich: Schulterschluss sieht anders aus“, appellierte sie zur Einigkeit.

Katja Schuon will dem Fahrrad in Unna Vorfahrt einräumen. Das erklärte sie in ihrer Bewerbungsrede.

Katja Schuon will dem Fahrrad in Unna Vorfahrt einräumen. Das erklärte sie in ihrer Bewerbungsrede. © Dirk Becker

Schuon sagte, was ihr wichtig ist: Guter und bezahlbarerer Wohnraum, gute Bildung, ein Wandel in der Mobilität, verantwortungsvoller Klimaschutz und eine intensive Bürgerbeteiligung – dafür will Schuon stehen.

Dabei wurde sie sehr deutlich: „Ich möchte dem Fahrrad vor allem im Stadtgebiet Vorfahrt einräumen.“ Eine andere Umweltpolitik sei man „insbesondere den jungen Menschen schuldig, die auch hier in Unna zum Beispiel bei ,Fridays for Future‘ verantwortungsvolles Handeln einfordern.

„Ich bin ein Mensch, der Herausforderungen sucht und immer gemeistert hat.“
Katja Schuon in ihrer Bwewerbungsrede

Mit ihren Vorstellungen, die sie auch in einem kleinen Film auf ihrer Internetpräsenz www.katjaschuon.de deutlich macht, liegt Schuon voll auf der Linie ihrer Partei. Die Leiterin des Fachbereiches für Familie und Umwelt beim Kreis Unna will mit ihrer langjährigen Verwaltungserfahrung, ihrer Führungskompetenz und ihrem Wunsch, „etwas für die Stadt und ihre Menschen zu bewegen“, überzeugen. Dabei will sie nah ran an die Unnaer: „Wenn wir Unna weiter nach vorne bringen wollen, müssen wir mehr raus aus dem Rathaus und hin zu den Bürgerinnen und Bürgern.“

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