Unnas SPD-Fraktionsvorsitzender König legt sein Amt nieder

dzStadtrat

An der Spitze der SPD-Fraktion im Stadtrat kündigt sich ein plötzlicher Wechsel an. Der Vorsitzende Volker König legt sein Amt nieder. Und das ziemlich zügig.

Unna

, 19.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Unnaer SPD-Fraktion veröffentlichte am Mittwochabend eine Mitteilung, in der sie den Rücktritt Königs zum 30. Juni ankündigte. Zu den Gründen für Königs Rückzug von der Fraktionsspitze heißt es in der Mitteilung: „Es wird Zeit, in die zweite Reihe zu gehen und Platz für neue und auf Sicht auch jüngere Köpfe zu machen.“ So wird König selbst zitiert. Der heute 63-Jährige war im November 2014 Fraktionsvorsitzender geworden. Er war zuvor stellvertretender Fraktionschef gewesen und hatte damals die Nachfolge des plötzlich verstorbenen Michael Hoffmann angetreten.

„Fraktion viereinhalb Jahre erfolgreich geführt“

In der Fraktionsmitteilung heißt es, „in einem nicht immer leichten politischen Umfeld hat er die Fraktion viereinhalb Jahre erfolgreich geführt“. Nun sei es seine Überzeugung, dass die Weichen für die Zukunft neu gestellt werden müssten. „Wir stehen vor großen Herausforderungen, die wir meistern müssen, damit Unna weiterhin eine liebens- und lebenswerte Stadt bleibt. Die Entscheidungen, die wir zu fällen haben, sind nicht zuletzt angesichts der schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen alles andere als einfach. Neue Aufgaben verlangen neue Antworten.“ So habe König sich laut Mitteilung während einer Fraktionssitzung am Mittwoch geäußert.

„Kombination aus Erfahrung und frischen Ideen“

Er selbst wolle nun „alles dafür tun, dass der Wechsel an der Fraktionsspitze möglichst reibungslos gelingt“. Er wünsche sich „eine Kombination aus Erfahrung und frischen Ideen für die künftige Vorstandsarbeit“. In den kommenden Tagen sollen dazu weitere Gespräche geführt werden.

Laaser: Bedauern und Respekt

Auch der SPD-Stadtverbandsvorsitzende wird in der Mitteilung zitiert: „Wir bedauern die Entscheidung von Volker König, müssen sie aber respektieren und sind froh, dass er seine politische Arbeit, wenn auch in anderer Funktion in der Fraktion, fortsetzen wird“, so Sebastian Laaser. Er bedanke sich bei König „für sein großes Engagement, das stets von hoher Sachkompetenz und enormem Fleiß geprägt sei“. Königs Wahl zum Vorsitzenden erfolgte seinerzeit ohne Gegenstimme, wie die SPD-Fraktion selbst mitteilt. Später sollte der Fraktionsvorsitzende dann innerhalb der Partei und in der Öffentlichkeit öfter in das Zentrum der Kritik geraten. Vor allem die Kündigung der Fraktionsgeschäftsführerin Bärbel Risadelli wurde für die SPD-Fraktion zum Problem. König hatte danach Befürworter ebenso wie Gegner.

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